Al Gore: Die meisten Web 2.0-Anwendungen sind Blödsinn

16. November 2008, 12:04
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Friedensnobelpreisträger fordert sinnvollere Nutzung interaktiver Internetmöglichkeiten

"Das meiste, was heute im Bezug auf Interaktivität auf Nutzerseite im Internet passiert, ist unnötiger Blödsinn. Wir müssen das überwinden. Das Web 2.0 braucht dringend einen höheren Zweck." Mit diesen mahnenden Worten appellierte der ehemalige US-Vizepräsident, Friedensnobelpreisträger und bekennende Umweltschutzverfechter Al Gore kürzlich im Rahmen des Web 2.0 Summit in San Francisco an die versammelte Internetbranche.

Quelle der Macht

Mit dem Internet sei eine "unglaubliche Quelle der Macht" entstanden, die den Individuen durch die Vermittlung von Wissen eine wesentlich bessere Möglichkeit einräume, die Politik eines Staates mitzuentscheiden. Welch enormes positives Potenzial in der Internettechnologie steckt, habe nicht zuletzt der Erfolg von Barack Obama bei den Präsidentschaftswahlen bewiesen.

"Obama hätte es ohne Internet nicht geschafft"

"Der Wahlkampf Obamas hat eine Vielzahl neuer Wege aufgezeigt, wie die Möglichkeiten des Internets sinnvoll für positive Zwecke eingesetzt werden können. Jetzt ist es an der Zeit, diese neuen Möglichkeiten auch in anderen Bereichen zu nutzen", forderte Gore laut Cnet-Bericht. Konkret verwies der US-amerikanische Ex-Politiker dabei vor allem auf das Thema Umweltschutz. "Obama hätte es ohne das Internet und seine kommunikativen Interaktionsmöglichkeiten nicht ins Weiße Haus geschafft.

Themen wie Klimawandel in Köpfen verankern

Auch Probleme wie der globale Klimawandel werden nicht zu lösen sein, wenn man es nicht schafft, dieses Thema in den Köpfen der Menschen zu verankern", erklärte Gore. Und genau hier komme das Web ins Spiel. "Mithilfe neuer Informationssysteme haben die Menschen die Möglichkeit, sich in einfachster Art und Weise miteinander zu vernetzen und sich zu verschiedenen wichtigen Themen auszutauschen", betonte Gore. Das Netz selbst werde so zu einem "Marktplatz der Ideen" für die Lösung wichtiger Zukunftsfragen, der eine Art "kollektiver Intelligenz" beheimate. (pte)

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Al Gore

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    Al Gore wünscht sich sinnvolleren Einsatz von Web 2.0-Anwendungen

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