Zwei Bundeswehrsoldaten bei Anschlag verletzt

16. November 2008, 13:06
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Britischer Soldat in Provionz Helmand von Sprengsatz getötet

London/Berlin/Kabul - Bei einem Anschlag auf eine deutsche Patrouille in Afghanistan sind am Sonntagmorgen nach Bundeswehrangaben zwei Soldaten verletzt worden. Einer von ihnen habe leichte, der zweite schwerere Verletzungen erlitten, teilte die Bundeswehr mit. Der Angriff habe sich in der Provinz Baghlan ereignet, die südlich der Provinz Kundus liegt. Zur Art des Anschlags gab es unterschiedliche Angaben.

Während das Einsatzführungskommando in Potsdam von einer Sprengfalle sprach, ging die afghanische Polizei von einem Selbstmordattentäter aus. Der Angreifer sei mit seinem Wagen in einen deutschen Konvoi gerast, erklärte die Polizei. Dabei seien ein Zivilist getötet und zwölf weitere verletzt worden. Auch ein deutscher Soldat sei verwundet worden. Der schwerer verletzte deutsche Soldat wurde nach Angaben der Bundeswehr im ungarischen Lager Pol-i-Khomri nahe der Stadt Baghlan ärztlich versorgt. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam erklärte, zur Schwere der Verletzungen könne er noch nichts sagen. Die Soldaten seien zwischen den Bundeswehr-Lagern in Kundus und Masar-i-Scharif unterwegs gewesen.

Auch die Provinz Baghlan gehört zum deutschen Verantwortungsbereich im Norden Afghanistans. Seit Beginn des Bundeswehr-Einsatzes am Hindukusch sind 30 deutsche Soldaten umgekommen. Zuletzt wurden Ende Oktober bei einem Selbstmordanschlag auf einen deutschen Konvoi in der Unruhe-Provinz Kundus zwei Bundeswehr-Soldaten getötet. Schon Ende August war in der Region um Kundus ein deutscher Soldat bei einem Anschlag mit einer Sprengfalle ums Leben gekommen. Derzeit sind knapp 3700 deutsche Soldaten am Hindukusch im Einsatz.

Unterdessen ist erneut ein britischer Soldat bei der Explosion eines Sprengsatzes ums Leben gekommen. Der Soldat hatte sich am Samstag auf einer Patrouille in der Provinz Helmand befunden, als sein Fahrzeug über den Sprengkörper fuhr, wie das britische Verteidigungsministerium am Sonntag in London mitteilte. Damit hat sich die Zahl der Soldaten aus Großbritannien, die beim Einsatz in Afghanistan getötet wurden, auf 125 erhöht.

Erst am vergangenen Mittwoch waren zwei britische Soldaten im Süden des Landes ums Leben gekommen, als sie mit afghanischen Soldaten in der Provinz Helmand auf Patrouille waren und ebenfalls ein Sprengsatz detonierte. (Reuters/APA/red)

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