Israel schickt engeblich Panzer in den Gaza-Streifen

18. November 2008, 11:23
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Militärführung sprach von einer Routineoperation, um Sprengsätze militanter Palästinenser in der Nähe des Grenzzauns aufzuspüren

Gaza - Die israelischen Streitkräfte sind am Dienstag mit Panzern in den von der radikalen palästinensischen Organisation Hamas beherrschten Gaza-Streifen vorgestoßen. Die Militärführung sprach von einer Routineoperation, um Sprengsätze militanter Palästinenser in der Nähe des Grenzzauns aufzuspüren. Auf die Soldaten seien zwei Granaten abgefeuert worden. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben.

Die Panzer drangen nach Angaben von Augenzeugen etwa einen halben Kilometer weit in den Küstenstreifen ein. Die palästinensische Regierung von Präsident Abbas hatte am Montag an das Nahost-Quartett (USA, Russland, EU und UNO) appelliert, Israel zum Stopp seiner Militäreinsätze im Gaza-Streifen zu bewegen. In den vergangenen zwei Wochen wurden nach israelischer Zählung mehr als 170 Raketen vom Gaza-Streifen aus auf Südisrael abgeschossen, im gleichen Zeitraum wurden 17 Palästinenser bei israelischen Militäraktionen getötet.

Ein Hamas-Sprecher in Gaza warf Israel am Dienstag vor, die von Ägypten vermittelte Waffenruhe zu unterlaufen. Als Reaktion auf Raketenbeschuss hat Israel alle Grenzübergänge in den Gaza-Streifen für Wareneinfuhren geschlossen. Am Montag wurden allerdings 33 Lastwagen mit Lebensmitteln, Medikamenten und medizinischen Geräten für das UN-Hilfswerk UNRWA durchgelassen. (APA/ag.)

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