LASK williges Schlachtopfer im Hanappi

15. November 2008, 20:26
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Maierhofer trifft drei Mal beim lockeren 5:0 Rapids gegen inferiore Linzer

Wien - Der LASK präsentierte sich am Samstag als idealer Aufbaugegner für Rapid. Die Hütteldorfer feierten gegen weiterhin inferiore Linzer einen hochverdienten 5:0-(1:0)-Heimsieg, der eigentlich noch höher hätte ausfallen müssen. Mann des Abends war vor 17.000 Zuschauern im Hanappi-Stadion Stefan Maierhofer mit einem lupenreinen Hattrick nach der Pause. Er brauchte dafür bloß 21 Minuten.

Rapid damit seine eindrucksvolle Heimserie fort: Seit mittlerweile 16 Spielen ist das Pacult-Team nun schon ohne Niederlage vor eigenem Publikum, gleich 14 davon wurden bei einem Torverhältnis von 42:9 gewonnen. Zur Halbzeit der Meisterschaft liegen die Rapidler weiter auf Tabellenrang drei.

Der auf Platz sieben stehende LASK steckt dagegen weiter in der Krise, kassierten die Athletiker doch bereits die siebente Niederlage en suite (Torverhältnis 1:22) und sind schon seit 593 Minuten ohne Torerfolg. Klaus Lindenberger hat alle seine vier Liga-Matches auf der LASK-Trainerbank zu null verloren.

Rapid startete fulminant, ließ aber in den ersten 90 Sekunden gleich drei Großchancen aus: Zunächst scheiterte nach einer halben Minute Tokic an LASK-Schlussmann Cavlina, der sich nur 40 Sekunden später bei einem Boskovic-Schuss vom Fünfer erneut auszeichnete. Und auch beim Latten-Kopfball von Jelavic hatte Cavlina seine Finger im Spiel, wobei Boskovic den Nachschuss in den Wiener Nachthimmel jagte (2.).

Die erste Möglichkeit für die stark ersatzgeschwächten Oberösterreicher, bei denen auch noch Thomas Prager aufgrund einer im Abschlusstraining erlittenen Oberschenkelblessur ausfiel, resultierte aus einem aufgesetzten Fernschuss von Vastic, mit dem Rapid-Torhüter Lukse so seine Probleme hatte (6.). Danach sorgte aufseiten der Linzer nur noch Mayrleb (17.) für Gefahr im Strafraum der Hausherren, die das Match ganz klar dominierten, aber Chancen in Hülle und Fülle ausließen.

Nach einer ungeschickten Strafraum-Attacke von Vastic an Tokic verwertete dann aber Steffen Hofmann den verhängten Foulelfer zum überfälligen 1:0. Der Niedergang Tokics grenzte allerdings an eine Schwalbe.

Unmittelbar nach dem Wechsel musste das Match wegen undurchsichtigen Rauchschwaden-Choreografien der  Rapid-Ultras für rund fünf Minuten unterbrochen werden. Im Anschluss daran ging es weiter wie in Hälfte eins, in der 20 Torschüsse von Rapid aufs LASK-Gehäuse gezählt worden waren. Cavlina stand unter Dauerbeschuss.

Die logische Folge war das 2:0: Nach Doppelpass von Dober mit Hofmann brauchte der in der Mitte lauernde Maierhofer nur noch den Ball über die Linie zu drücken (54.). Nur vier Minuten später durfte der 2,02 m große Rapid-Angreifer erneut jubeln, nachdem er nach einem Hofmann-Freistoß per Kopf zur Stelle gewesen war. Und nach einer Drazan-Flanke machte Maierhofer wieder mit Köpfchen seinen lupenreinen Hattrick perfekt (75.) und hält nun als erster Janko-Verfolger (22) bei 15 Saisontreffern.

Wenig später schickte Schiedsrichter Louis Hofmann den erst 19 Minuten zuvor eingewechselten Sascha Pichler nach einem Foul an Dober mit Rot in die Kabine. Gegen die dezimierten Gäste sorgte  Erwin Hoffer mit seinem achten Saisontor für den Endstand (96.). (APA/red)

SK Rapid - LASK Linz 5:0 (1:0). Hanappi-Stadion, 17.000 Zuschauer, SR Louis Hofmann.

Tore: 1:0 (37.) Hofmann (Foulelfer), 2:0 (54.) Maierhofer, 3:0 (58.) Maierhofer, 4:0 (75.) Maierhofer, 5:0 (96.) Hoffer

Rapid: Lukse - Dober, Tokic, Eder, Katzer (77. Kayhan) - Hofmann, Kulovits, Boskovic, Drazan - Maierhofer (81. Ketelaer), Jelavic (70. Hoffer)

LASK: Cavlina - Gansterer, Hoheneder, Wisio, Schreiner - Klein (83. Höltschl), Salmutter (89. Hamdemir), Vastic, Piermayr, Rasswalder - Mayrleb (59. Pichler)

Rote Karte: Pichler (78./Foul)

Gelbe Karten: Rasswalder, Hoheneder, Mayrleb, Piermayr, Wisio

 

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    Der Linzer Keeper Silvije Cavlina hätte sich zweifellos einen angenehmeren Zeitvertreib vorstellen können, als das Kassieren in Hütteldorf.

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