Islamistische Rebellen peitschen 32 Tänzer aus

15. November 2008, 17:25
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Wegen ihrer Teilnahme an traditionellen Tänzen

Mogadischu - In Somalia haben islamistische Rebellen 32 Menschen wegen ihrer Teilnahme an traditionellen Tänzen ausgepeitscht. Die 25 Frauen und sieben Männer seien zuvor mehrmals gewarnt worden, denn das gemeinsame Tanzen von Männern und Frauen sei illegal und verstoße gegen den Islam, sagte ein Sprecher der Aufständischen am Samstag. "Wir haben sie weder getötet noch verletzt, lediglich gemäß der islamischen Gesetze ausgepeitscht."

Der Vorfall ereignete sich im Süden des ostafrikanischen Landes in der Nähe der Stadt Balad. Hier lehnen sich islamistische Rebellen seit zwei Jahren gegen ein von den Vereinten Nationen zwischen der somalischen Regierung und gemäßigten Islamistengruppen vermitteltes vorläufiges Friedensabkommen auf. Mit der Vereinbarung sollte der seit 17 Jahren andauernde Konflikt am Horn von Afrika beendet werden. Ende 2006 vertrieben äthiopisch-somalische Verbände die Islamisten von der Macht in Mogadischu. (APA/Reuters)

 

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