Tschechien und Polen wollen US-Raketenschild auch unter Obama

14. November 2008, 20:09
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Lukaschenko äußert Interesse an russischen Iskander-Raketen

Prag/Washington - Die Regierungen Tschechiens und Polens wollen an dem geplanten Raketenschild der USA auf ihrem Territorium auch nach der Amtseinführung des neuen Präsidenten Barack Obama festhalten. Obama habe ihm gesagt, dass er das Funktionieren des "neuen Systems" sicherstellen wolle, sagte der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski am Freitag nach einem Treffen mit seinem tschechischen Kollegen Karel Schwarzenberg in Prag. Tschechien und Polen hofften, dass es bei den Planungen bleibe, wollten aber "Geduld" an den Tag legen. Die US-Regierung hatte mit beiden Ländern bereits Verträge abgeschlossen, um in Tschechien eine Radarstation und in Polen zehn Raketen zu installieren.

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko äußerte unterdessen Interesse an der Installierung russischer Iskander-Raketen an der Grenze zu Polen. "Wenn Russland uns diese vielversprechenden Raketen nicht schenkt, kaufen wir sie selbst", sagte Lukaschenko dem "Wall Street Journal" (Freitagsausgabe). Zwar habe Weißrussland "derzeit nicht das Geld" dafür, aber der Kauf sei "vorgesehen". Moskau hatte kürzlich angedroht, im Gegenzug zu dem Aufbau des US-Raketenschilds in Kaliningrad Iskander-Raketen zu stationieren. (APA/AFP)

 

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