Russland liefert Kampfflugzeuge

14. November 2008, 17:25
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Trotz UN-Waffenembargos für Krisenprovinz Darfur

Moskau - Russland hat trotz eines UN-Waffenembargos für die sudanesische Krisenprovinz Darfur zwölf Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29 an den Sudan verkauft. "Die Flugzeuge sind gekauft worden", bestätigte der sudanesische Verteidigungsminister Abdul Rahim Mohammed Hussein nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen am Freitag in Moskau.

Der Sudan sei "sehr zufrieden" mit der russischen Technologie und den militärischen Beziehungen zu Russland, sagte der Minister. Die Vereinten Nationen hatten 2004 zunächst Waffenlieferungen an regierungsferne Organisationen in Darfur verboten. 2005 wurde das Embargo auf alle Parteien des Bürgerkriegs ausgeweitet.

In Darfur kämpfen seit 2003 Rebellenorganisationen gegen regierungsfreundliche arabische Reitermilizen und die sudanesischen Streitkräfte. Dabei wurden nach UN-Schätzungen bis zu 300.000 Menschen getötet. Am Dienstag kündigte der sudanesische Präsident Omar al-Beshir eine sofortige Waffenruhe für die Region an. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte Russland bereits im Mai 2007 vorgeworfen, dem Sudan Waffen für den Einsatz in Darfur zu liefern. Moskau wies die Vorwürfe zurück. (APA/AFP)

 

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