Schmerzlindernde Medikamente

14. November 2008, 16:47
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Nichtsteroidale Antiphlogistika - Triptane - Mutterkornalkaloide - Antiemetika - Kominationspräparate - Opiate

Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie Ihre schmerzlindernden Medikamente einnehmen, sobald Sie die Zeichen und Symptome der Migräne spüren. Es kann Ihnen auch helfen, wenn Sie sich nach der Einnahame der Medikamente an einem ruhigen abgedunkelten Ort ausruhen oder schlafen legen.

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs)

Diese Medikamente, wie Ibuprofen oder Aspirin können milde Formen der Migräne lindern. Spezielle Migränemedikamente, wie Kombinationspräparate aus Koffein, Acetomenaphen und Aspirin haben auch eine positive Wirkung bei mittelschwerer Migräne, sind aber bei schweren Formen der Migräne wirkungslos. In solchen Fällen, wird Ihr Vertrauensarzt Ihnen vielleicht ein stärkeres Medikament empfehlen. NSADIs können aber bei lang andauernder Einnahme oder zu hoher Dosierung zur Entstehung von Magengeschwüren, Darmblutungen oder Rebound-Kopfschmerzen führen.

Triptane

Für viele Menschen mit schwerer Form der Migränanfälle sind Triptane die Therapie der ersten Wahl. Sie sind für die Linderung der Schmerzen, Übelkeit sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit wirksam. Sumatriptan war das erste speziell für Migräne entwickelte Medikament. Ähnliche Präparate enthalten Rizatriptan, Naratriptan, Zlitriptan, Almotriptan, Frovatriptan und Eletriptan. Nebenwirkungen der Triptane beinhalten unter anderem Benommenheit, Muskelschwäche und selten auch Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Mutterkornalkaloide

Ergotamin ist seit fast 60 Jahren am Markt und war eines der häufigst verschriebenen Medizinprodukte gegen Migräne bevor Triptane auf den Markt kamen. Ergotamin ist kostengünstiger aber auch weniger effektiv als Triptane. Dihydroergotamin ist ein Mutterkornderivat, das wirkungsvoller und nebenwirkungsärmer als Erotamin ist.

Antiemetika

Nachdem Migräneattaken oft von Übelkeit (mit oder ohne Erbrechen) begleitet sind, kann das Verschreiben von Medikamenten, die solche Symptome bekämpfen, angezeigt sein. Zu den häufig verschriebenen Stoffklassen gehört Metoclopramid.

Kominationspräparate

Es gibt eine Reihe an Kombinationsmedikamenten am Markt, die neben sedierender Eigenschaft Wirkstoffe wie Paracetamol oder Aspirin beinhalten können. Weitere Kombinationsmöglichkeiten inkludieren Koffein oder Codein. Solche Präparate besitzen jedoch die Eigenschaft, dass sie mit einem höheren Risiko von rebound-Kopfschmerzen beziehungsweise Entzugserscheinungen vergesellschaftet sind, weshalb sie nicht regelmässig eingenommen werden dürfen.

Opiate

Präparate, die Narkotika beinhalten (Schlafmittel), vor allem Codein, werden manchmal für Migränepatienten verschrieben, die weder Triptane noch Mutterkornalkaloide vertragen. Solche Medikamente können zur Abhängigkeitsentwicklung führen, sodass deren Verschreibung nur als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden soll.

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    Eine Reihe von schmerzlindernden Medikamenten helfen bei Migräne - die neuesten sind die Triptane

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