Streptomycin-Rückstände in Äpfeln

14. November 2008, 15:35
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Antibiotikarückstände "ziemlich sicher" von Behandlung gegen Feuerbrand - Laut AGES aber "kein Grund zur Panik"

Wien - Die nun bei einem Monitoring der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) gefundenen Streptomycin-Rückstände in heimischen reifen Äpfeln dürften "ziemlich sicher" von der Behandlung im Rahmen der Feuerbrand-Bekämpfung stammen, erklärte AGES-Sprecherin Elisabeth Publig im APA-Gespräch. Bei etwa 50 Prozent der gezogenen Proben wurden Spuren des Antibiotikums gefunden; eine Untersuchung von unbehandelten Äpfeln zeigte keine Rückstände.

Eine Probe beinhalte etwa zehn bis 15 Äpfel, von denen die Hälfte zuerst durchgemischt wurden und dann daraus Extrakte für die Untersuchungen gezogen wurden. Der Rest sei zurückgestellt worden, so die Sprecherin. 42 Proben stammten von mit Streptomycin behandelten Flächen.

"Kein Grund für Panik"

Die wissenschaftlichen Methoden würden immer feiner, weshalb es vor rund einem halben Jahr noch nicht möglich gewesen sei, Rückstände des Antibiotikums in reifen Äpfeln zu finden. Nun müsse noch weiter untersucht werden, was ausschlaggebend dafür sei, dass in manchen behandelten Äpfeln Spuren von Streptomycin gefunden wurden und in anderen nicht. "Für eine Panik gibt es keinen Grund", erklärte die Sprecherin. "Die Äpfel sind trotzdem nicht schädlich. Die Menschen sollen bitte Obst und Gemüse weiter essen." (APA)

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    Die gefundenen Antibiotika-Rückstände in Äpfeln sind laut AGES nicht schädlich

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