Schutz vor mehreren Krebsarten

14. November 2008, 15:07
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Laut Analyse von vorliegenden Studien: Forscher sehen Überempfindlichkeit des Immunsystems als Überlebensvorteil - Ausnahme Asthma und Lungenkrebs

Chicago - Allergien schützen vor einer ganzen Reihe von Krebserkrankungen. Die bisher umfangreichste Analyse der bisherigen Studienlage zeigt, dass die Überreaktion des Immunsystems jenes Körpergewebe vor Tumoren schützt, das Umwelteinflüssen direkt ausgesetzt ist. Dazu zählen Haut, Lunge, Mund und Rachen, Magen und Darm sowie Gebärmutter und Gebärmutterhals.

Allergien als Schutz

Das Risiko für anderes Körpergewebe, etwa der Brust oder der Prostata, beeinflussen Allergien dagegen wohl nicht, wie die Forscher der Cornell Universität in New York berichten. Die Auswertung von 646 Untersuchungen zu Allergien und Krebserkrankungen ergab, dass die weitaus meisten Studien eine Schutzfunktion von Allergien bestätigten. Diese gilt besonders für Heuschnupfen, Ekzeme, Nesselsucht sowie Allergien gegen Lebensmittel und Tiere.

Abstoßen der Giftstoffe

Die Forscher vermuten im Fachblatt "The Quarterly Review of Biology", dass das Immunsystem mit der Abwehrreaktion auch solche Stoffe abstößt, die direkt oder indirekt Krebs auslösen, etwa Giftstoffe. Dies deckt sich den Angaben zufolge mit der Beobachtung, dass der Organismus von Allergikern im Vergleich zu anderen Menschen weniger mit Umweltgiften belastet ist. Die Neurobiologen glauben, dass Allergien nicht einfach nur Störungen des Immunsystems sind, sondern den Betroffenen letztlich einen Überlebensvorteil bieten.

Ausnahme Lungenkrebs

Eine Ausnahme bildete das Verhältnis von Asthma und Lungenkrebs. Die erhöhte Lungenkrebs-Gefahr erklären die Forscher damit, dass die Erkrankung die Fähigkeit mindert, Schleim aus der Lunge zu entfernen. (APA/AP)

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    Am Arm einer Patientin wird ein Allergietest durchgeführt. Mit diesem sogenannten Prick-Test ermittelt man Allergien vom Typ 1, wie Heuschnupfen oder Asthma. Allergische Erkrankungen haben in den vergangenen 20 Jahren extrem zugenommen. Die Hauptursache vermuten Mediziner im Lebensstil der westlichen Industrieländer.

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