Finnische Straßenverkehrsbehörde feuert Ex-Patria-Chef

14. November 2008, 14:52
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Jorma Wiitakorpi wegen Bestechung, Geschenkannahme und Unternehmensspionage bei Radpanzer-Deal mit Slowenien unter Verdacht

Helsinki  - Der frühere Konzernchef des finnischen Rüstungsherstellers Patria, Jorma Wiitakorpi, ist auch seinen Posten als Vorstandsmitglied der finnischen Straßenverkehrsbehörde Destia los. Die staatliche Behörde gab die Kündigung Wiitakorpis am Freitag nach dem Bekanntwerden seiner Verhaftung im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Bestechungsaffäre um ein Radpanzergeschäft mit Slowenien bekannt.

Laut der finnischen Regierungskanzlei bedeutet die am Donnerstag verfügte Untersuchungshaft des ehemaligen Konzernchefs einen Vertrauensverlust und einen ausreichender Grund für die Kündigung. Wiitakorpi wird im Zusammenhang mit dem Radpanzer-Deal mit Slowenien sowohl Geschenkannahme, Bestechung als auch Unternehmensspionage vorgeworfen.

Seinen Posten als Konzernchef bei Patria musste Wiitakorpi bereits nach seiner erstmaligen Anhörung durch die finnische Polizei im August abgeben. Er stritt damals zunächst ab, als Verdächtiger eingestuft zu sein. Die Polizei widersprach Wiitakorpis Behauptung aber schon am nächsten Tag. (APA)

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