Impfstoff fürs Depot

14. November 2008, 14:23
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Große Fortschritte macht der Biotechkonzern Intercell bei der Zulassung seines wichtigsten Impfstoffs. Die Kursschwäche des ATX-Titels verlockt zum Einstieg - Von Christian Scheid

Trotz des rasanten medizinischen Fortschritts gibt es gegen einige Krankheiten immer noch keine wirksamen Mittel. Auch die Japanische Enzephalitis (JE) zählt dazu. Hierbei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die von Moskitos übertragen wird. Eine Ansteckung mit JE hat in der Regel schwerwiegende Folgen: Etwa die Hälfte der jährlich rund 50.000 neu Erkrankten trägt schwere neurologische Schäden davon, rund 15.000 Patienten pro Jahr sterben sogar daran. Das Virus tritt vor allem in asiatischen Schwellenländern auf, bedroht aber zunehmend auch Reisende und Militärbedienstete, die sich in diesen Gebieten aufhalten.
Wie der Biotechkonzern Intercell im Oktober gemeldet hat, werden für einen Impfstoff gegen JE bis Ende 2008 die Vermarktungszulassungen für Europa, die USA und Australien erwartet. Bereits 2006 hat das Mittel die zulassungsrelevante klinische Phase III erfolgreich durchlaufen. Den Vertrieb wird der Pharmariese Novartis übernehmen, mit dem Intercell im Juli 2007 eine Partnerschaft eingegangen war.
Trotz der positiven News kam die Intercell-Aktie zuletzt unter Druck - Verluste, die der allgemeinen Marktschwäche geschuldet sind. Mit einem Minus von rund zehn Prozent gehört der Titel 2008 aber zu den Top-Performern im ATX (siehe Seiten 2 bis 4). Da bis Jahresende noch einige Meldungen anstehen, welche die Intercell-Aktie beflügeln könnten, sehen wir in der aktuellen Kursschwäche eine Einstiegsgelegenheit. Eher konservativ eingestellte Investoren wählen statt des Direktinvestments einen Discounter (ISIN DE000DB4EAF6) von der Deutschen Bank. Dieses Papier bietet aktuell ei-nen Rabatt von 30,1 Prozent im Vergleich zur Aktie. Mit einem Cap bei 18,00 Euro ausgestattet ist hier am Ende der Laufzeit im Juni 2009 maximal eine Rendite von 15,5 Prozent bzw. 26,9 Prozent p.a drin. Spekulative Anleger können mittels eines Turbo-Bull-Zertifikats (ISIN AT0000A0BD17) von der Raiffeisen Centrobank mit einem Hebel von aktuell 2,1 an Gewinnen des Underlyings teilhaben. Der Knock-out liegt mit 15,00 Euro 32,7 Prozent vom Aktienkurs (22,30 Euro) entfernt. (Christian Scheid)

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