Nierensteine untersuchen lassen

14. November 2008, 14:28
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Die Zusammensetzung kann Hinweise darauf geben, wie sich mit angepasster Ernährung das Risiko verringern lässt - Zuviel Salz und Fett als Hauptverursacher

Frankfurt/Main - Nierensteine im Urin sollten von einem Facharzt auf ihre Zusammensetzung untersucht werden. Denn daraus ergeben sich nach Angaben des Berufsverbandes Deutscher Internisten wichtige Hinweise, wie der Patient die Bildung neuer Steine verhindern kann. Wer daher solche Steine in seinem Urin bemerkt, soll sie aufbewahren und von einem Spezialisten analysieren lassen.

Wie Nierensteine entstehen

Nierensteine entstehen, wenn bestimmte Salze im Urin nicht mehr gelöst bleiben und auskristallisieren. Die meisten Steine bestehen aus Kalziumoxalat, Kalziumphosphat oder Harnsäure. "Für den Arzt ist es wichtig zu wissen, woraus ein Nierenstein besteht, denn durch eine angepasste Ernährung lässt sich die Gefahr neuer Steine verringern", erklärt der Münchner Internist Johannes Mann.

Verschiedene Steine - unterschiedliche Ernährungshinweise

So sollten Menschen mit Kalziumoxalat-Steinen auf Spinat, Erdnüsse, Kakao und Schokolade sowie Schwarz- und Grüntee verzichten, bei Harnsäure-Steinen werde von häufigem Fleischkonsum abgeraten. Kalzium selbst könne dagegen vor Nierensteinen schützen, da es im Darm die Aufnahme von Oxalat verringere.

Salz und Fett

Auch eine kochsalzreiche Ernährung erhöhe das Nierensteinrisiko, denn Salz steigere die Kalziumkonzentration im Urin, sagt der Professor: "Eine ungesunde, fettreiche Ernährung mit zu viel Salz und daraus resultierendes Übergewicht ist wahrscheinlich der Hauptgrund für die starke Zunahme von Nierensteinen." Selbst Kinder müssten immer öfter aus diesem Grund behandelt werden.

Mit einem Verzicht auf fett- und salzhaltige Fertiggerichte lassen sich laut Mann Nierensteinen vorbeugen: "Besonders wichtig sind Obst und Gemüse, die Substanzen enthalten, die der Bildung von Harnsteinen entgegen wirken." Darüber hinaus sei ein ausgewogener Flüssigkeitshaushalt entscheidend, denn in einem klaren, dünnflüssigen Urin könnten sich keine Steine bilden. "Deshalb sollte man unbedingt mindestens ein bis zwei Liter pro Tag trinken - wer viel schwitzt oder sportlich aktiv ist, auch mehr", empfiehlt der Nierenspezialist. (APA/AP)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    So groß wie im Bild sind die menschlichen Nierensteine nicht - dieser gehörte einmal einem Höhlenbären

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