Heimische Investmentfonds leiden unter Finanzkrise

14. November 2008, 13:22
1 Posting

Acht von zehn heimischen Investmentfonds notieren im Oktober im Minus, das Volumen ist im Jahresvergleich von 172,1 auf 128 Milliarden Euro gesunken

Wien - Nicht unerwartet hat sich der heimische Investmentfondsmarkt im Oktober deutlich schlechter entwickelt als bisher. Von den insgesamt 1.120 Fonds mit einer Historie von zumindest einem Jahr weisen in der Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) 916 eine negative Einjahresperformance auf.

Die Volumina der Fonds sind von 172,1 Mrd. Euro im Oktober 2007 auf 128,0 Mrd. Euro abgesackt. Das Minus von September - da lag das Gesamtvolumen der Fonds noch bei 138,7 Mrd. Euro - auf Oktober fiel dabei mit einem Rückgang von 8 Prozent besonders stark aus.

Im arithmetischen Mittel - also ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien - weisen die Fonds von Ende Oktober 2007 bis Ende Oktober 2008 eine durchschnittliche Performance von minus 21,23 Prozent aus und damit einen Rekord-Rückgang. Im September lag das Performance-Minus noch bei 14,3 Prozent.

Auch die Vorzeichen für die künftige Entwicklung sehen nicht rosig aus. In unsicheren Zeiten wie diesen parken die Österreicher ihr Geld lieber auf dem Sparbuch: Die Bank Austria erwartet, dass 2008 rund 3,7 Mrd. Euro netto aus Fonds abfließen werden. Das Geld werde wahrscheinlich in Sparbücher und andere Einlagen wandern, so die Experten.

Die VÖIG (Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften) wurde 1988 gegründet und ist der Dachverband aller österreichischen Kapitalanlagegesellschaften (KAG) und Immobilien-Kapitalanlagegesellschaften (Immo-KAG). Sie vertritt 100 Prozent des von österreichischen KAG und Immo-KAG verwalteten Fondsvermögens. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.