Epamedia und Gewista mit gemeinsamer Marktforschung

14. November 2008, 13:22
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Neue Methode: Reichweite der Werbeträger wird per GPS gemessen - Stellenwert von Plakat & Co soll gesteigert werden

Die beiden Außenwerbeunternehmen Epamedia und Gewista haben sich zusammengetan, um eine neue, harte Währung in der Reichweitenforschung von Außenwerbung einzuführen. Während die Werbewirkung von Plakaten, Citylights und Rolling Boards bisher vor allem durch Ex-post-Befragungen abgetestet wurde, etablieren die Werbeunternehmen derzeit eine neue Methode, mit der die Reichweiten ähnlich punktgenau und transparent erhoben werden sollen, wie etwa im Fernsehen oder online, erhoffen sich die Geschäftsführer Heinrich Schuster und Karl Javurek.

Im Zug der neuen Marktforschung werden rund 100.000 Werbeträger geografisch erfasst. In einem weiteren Schritt werden einige Tausend Testpersonen mit einem GPS-Gerät ausgestattet, wodurch gemessen werden kann, wer, wann, wie oft welche Out-of-Home-Werbung passiert. Zusätzlich erheben die Marktforscher sozioökonomische und demografische Parameter, etwa ob ein Proband zu Fuß, mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist.

Tochtergesellschaft R&C

Durchgeführt wird die neue Messung von der gemeinsamen Tochtergesellschaft R&C, die für Research und Controlling zuständig ist. Erste Ergebnisse soll es voraussichtlich erst 2010 oder 2011 geben. Gewista und Epamedia erhoffen sich mit der Marktforschungsmethode eine Steigerung des Stellenwerts von Außenwerbung. Kampagnen sollen so zielgruppengenauer geplant werden können.

"Damit wird Out-of-Home-Werbung in Österreich eine Datenqualität im intra- und intermedialen Vergleich liefern, welche national aber auch international den höchsten Anforderungen entsprechen wird", sagte Hansjörg Hosp von der Gewista am Freitag bei einer Pressekonferenz. Die Grundkosten für das Projekt bezifferte Schuster mit 1 Mio. Euro. (APA)

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