Von Robotik bis Hacken: Wie Jugendliche innovativ werden

14. November 2008, 13:00
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Wettbewerbe, finanzielle Unterstützung oder professionelle Infrastruktur als Motivation

Wie werden Jugendliche im Bereich Naturwissenschaft und Technik innovativ? Indem man ihnen die nötige Unterstützung gibt, etwa in Form von Infrastruktur oder Kostenzuschüssen, oder sie bei Wettbewerben ihr Können zeigen lässt. Das sagten Vertreter von Jugend-Technologieinitiativen am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung des Science Center Netzwerks in Wien.

"RobotChallenge"

Professionelle Infrastruktur, Vermittlung von Know-how bei Vorträgen und über das Internet: Das sind laut Matthias Hofman von InnoC (Österreichische Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften) die Voraussetzungen für Innovation. Zusätzlich brauchen Jugendliche die Möglichkeit, sich mit anderen zu messen. So gebe es bei der seit 2004 jährlich stattfindenden "RobotChallenge" von InnoC, einem Wettbewerb für selbst gebaute, autonome und mobile Roboter, mittlerweile Teilnehmer aus der ganzen Welt.

Paul Böhm von "Metalab" sieht die offenen, unhierarchischen Zugang des Projekts als Garant dafür, dass dort Neues geschaffen wird. "Wir wollten einen Platz, wo man nicht um Erlaubnis fragen muss, um ein Projekt zu starten", beschrieb er die Idee des sogenannten "Hacker-Space", einem Treffpunkt für kreative Köpfe aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie und Neue Medien in Wien. Das ziehe vor allem Menschen mit großem Selbstverwirklichungs- aber auch Schaffensdrang an. "Nach zwei Jahren sind wir mit 80 Hacker-Spaces auf der ganzen Welt vernetzt", verwies er auf das rasche Wachstum der Einrichtung.

"Dadurch entsteht eine ungeheure Dynamik, obwohl Otelo erst in Planung ist."

Vernetzung bestehender Initiativen sieht Martin Hollinetz von Otelo (Offenes Technologisches Laboratorium) in Oberösterreich als Erfolgsgarant. "Dadurch entsteht eine ungeheure Dynamik, obwohl Otelo erst in Planung ist."

Dass Jugendliche sich nicht um die Finanzierung der Projekte kümmern müssen, ist für Jana Zach ein Plus des Wettbewerbs von "Jugend Innovativ". Dass der Großteil solcher Projekte in der Freizeit stattfindet, schrecke weder Schüler, noch engagierte Lehrer ab. "Die Kinder sind motiviert, weil sie etwas zu einem Thema erzeugen, das auf ihrem Mist gewachsen ist", sagte Zach.

Auch bei "Hands-on X-Netz" vom Science Center Netzwerks bekommen die Teilnehmer einen Kostenzuschuss. Bei den Projekten geht es darum, "wissenschaftliche Themen so aufzubereiten, dass sie auch Menschen ohne Vorkenntnisse verstehen", sagte Barbara Streicher. Vier davon wurden im Anschluss an die Diskussion von den Schülern vorgestellt. (APA)

 

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