Neuer Behandlungsansatz bei rheumatoider Arthritis

14. November 2008, 13:05
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Erfolg im Tierversuch: Normale Immunzellen werden in regulatorische T-Zellen umgewandelt

New York - Eine neue Gentherapie könnte künftig die Behandlung von rheumatoider Arthritis verbessern. Gegen die Autoimmunerkrankung haben britische Wissenschafter ein Molekül entwickelt, das verhindern soll, dass die Körperabwehr das eigene Gewebe angreift.

Normalerweise verhindern verschiedene Mechanismen, dass Immunzellen den eigenen Organismus attackieren. Zellen, die auf Körpergewebe reagieren, werden gewöhnlich schon bei der Entwicklung zerstört. Zudem sollen sogenannte regulatorische T-Zellen das Immunsystem im Zaum halten. Für deren Funktion spielt das Molekül Foxp3 eine Schlüsselrolle. Bei Menschen, die das Molekül erblich bedingt nicht produzieren, gerät die Körperabwehr aus dem Lot.

Erfolg im Tierversuch

Molekularbiologen der englischen Universität Cambridge entwickelten nun eine Form des Moleküls, die normale Immunzellen in regulatorische T-Zellen umwandelt. Diese bremsen dann das überaktive Immunsystem. Bei Tieren konnten die modifizierten Zellen den Erkrankungsprozess hemmen oder sogar umkehren, wie die Forscher im Online-Journal "PLoS Biology" berichten. Nun wollen die Wissenschafter den Ansatz auf den Menschen übertragen. (APA/AP)

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