Österreicher bei Kaufkraft Nummer acht in Europa

14. November 2008, 13:19
69 Postings

Pro Person stehen hier­zulande durchschnittlich 20.045 Euro im Jahr zur Verfügung, der europäische Durchschnitt liegt bei 12.500 Euro. Das Schlusslicht im Ranking ist Moldawien

Wien - Die durchschnittliche Kaufkraft der österreichischen Verbraucher ist die achtstärkste in Europa, wie eine GfK-Studie zeigt. Pro Person stehen hierzulande 20.045 Euro im Jahr zur Verfügung. Der europäische Durchschnitt liegt bei 12.500 Euro. Im Ländervergleich zeigen sich beträchtliche Unterschiede. In Moldawien, dem Schlusslicht im Ranking, verfügen die Menschen über 788 Euro jährlich. In Liechtenstein, das Platz eins belegt, ist die Kaufkraft mit 44.851 Euro um fast das 57fache höher.

Weit hinter Liechtenstein landeten heuer wieder Luxemburg (28.192 Euro) und die Schweiz (26.842 Euro) auf dem zweiten bzw. dritten Platz. Vor Österreich, das sich gegenüber 2007 um einen Rang verbessert hat, liegen noch Norwegen, Irland, Dänemark und Island. Zu den Top Ten gehören außerdem Frankreich (19.525 Euro) und Deutschland (18.734 Euro).

Island unter Absteigern

Innerhalb der besten Zehn gehört Island zu den Absteigern, es fiel von Rang vier 2007 auf Platz sieben. Die finanzielle Schieflage, in die der Inselstaat in den vergangenen Wochen geraten ist, mache sich jedoch in den Daten noch nicht bemerkbar, so GfK in einer Aussendung. Großbritannien ist heuer nicht mehr in den Top Ten vertreten. Norwegen habe seine Verbesserung um einen Platz unter anderem der positiven Entwicklung der Krone zum Euro zu verdanken.

Während die Kaufkraft in den westeuropäischen Ländern nur geringfügig gewachsen ist, verzeichneten viele ost- und zentraleuropäische Staaten beträchtliche Anstiege. Im Westen sind die kaufkraftstarken Gebiete meist Gemeinden in der Nähe von Ballungszentren, im Osten hingegen die Städte selbst.

Regionale Unterschiede

Auch innerhalb der 41 untersuchen Länder fällt die Kaufkraft je nach Region höher oder niedriger aus. In der Ukraine etwa sind die Top-20-Kreise ausnahmslos Städte. Große regionale Differenzen gibt es auch in Ungarn. Die Bewohner der reichsten Gemeinde, die innerhalb der Hauptstadt Budapest liegt, können rund 8.988 Euro pro Jahr ausgeben. Das entspricht etwa dem Niveau der ärmsten Gemeinde Deutschlands. In den kaufkraftschwächsten ungarischen Gemeinden haben die Verbraucher dagegen nur 2.086 Euro zur Verfügung.

Insgesamt können die Europäischen Verbraucher im Jahr 2008 acht Billionen Euro ausgeben. Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten sind hier inbegriffen. (APA)

 

  • Bild nicht mehr verfügbar
  • Bild nicht mehr verfügbar

    Während die Kaufkraft in den westeuropäischen Ländern nur geringfügig gewachsen ist, verzeichneten viele ost- und zentraleuropäische Staaten beträchtliche Anstiege.

Share if you care.