Punsch okay, Auto passé

14. November 2008, 10:43
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In der Adventzeit ist mit verstärkten Polizeikontrollen, auch von Radfahrern, zu rechnen

An diesem Wochenende startet die Punschsaison. "Wer Punsch trinkt, soll unbedingt sowohl das Auto als auch das Radl stehen lassen", sagt Ralf Hasler, Leiter der ARBÖ-Rechtsabteilung. Speziell in Wien ist mit scharfen Polizeikontrollen - auch der Radfahrer - zu rechnen.

Der tatsächliche Alkoholgehalt von Punsch und Glühwein wird oft unterschätzt. Die Fahrtauglichkeit ist jedoch oft schon nach einem Glas eingeschränkt. Vor allem moderne Mischungen mit Namen wie "Turbo"-, "Tequila"- oder "Amaretto"-Punsch enthalten im Normalfall zusätzliche Spirituosen, die mit Hilfe des hohen Zuckergehalts noch schneller als gewöhnlich ins Blut gelangen.

Riskante Rechenspiele

"Es gibt kein 'Patentrezept', wie man sich an die 0,5-Promillegrenze herantrinken kann, denn der Alkoholspiegel im Blut wird von vielen anderen Faktoren wie beispielsweise Körpergewicht, Alter, vorangegangene Nahrungsaufnahme oder Tagesverfassung entscheidend beeinflusst. Außerdem beeinträchtigt Alkohol schon in geringen Mengen die Fahrtüchtigkeit", sagt der ARBÖ-Verkehrsmediziner Josef Nagler.

Hohe Geldstrafen

Alko-Lenker müssen mit schweren rechtlichen Folgen rechnen: Hohe Geldstrafen, Führerscheinentzug und man riskiert, dass Versicherungen Zahlungen verweigern. Wird man als Auto-Lenker mit 1,6 Promille "erwischt", zahlt man eine Geldstrafe von bis zu 5.813 Euro und muss den Führerschein für mindestens vier Monate abgeben. "Hinzu kommen Kosten für die verpflichtende Verkehrspsychologische Untersuchung (363 Euro Untergrenze) sowie Amtsärztliche Untersuchung (47,20 Euro) und die Zahlung von mindestens 495 Euro für die Nachschulung. Das sind in Summe bis zu rund 6.720 Euro", informiert die Arbö-Rechtsabteilung. (red, derStandard.at, 14. 11. 2008)

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