Flucht von der Saualm

14. November 2008, 10:01
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Die undankbaren Asylwerber haben auf die herrliche frische Luft in der Einöde und die himmlische Ruhe in der "Sonderanstalt" verzichtet

Die Kärntner "Saualm" ist leer. Vier Asylwerber, die der verblichene Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider dort "konzentriert" hat, mit dem "Endziel", sie abzuschieben, sind einfach abgehauen (für junge Rechtswähler, die das nicht wissen: Im Dritten Reich, das Haider einmal für seine "ordentliche Beschäftigungspolitik" gelobt hat, gab es "Konzentrationslager", in die u. a. "asoziale Elemente" eingesperrt wurden, und in einigen dieser KZ wurde die "Endlösung der Judenfrage", nämlich die komplette Vernichtung, durchgeführt). Also, die undankbaren Asylwerber haben auf die herrliche frische Luft in der Einöde und die himmlische Ruhe in der "Sonderanstalt" (ein Exjugendheim) dort verzichtet.

Wird nun Haiders Nachfolger Dörfler - das ist der, der sich nach eigener Ansage mit dem Nationalsozialismus auch nicht so auskennt und der daher das "gesunde Volksempfinden" über den Rechtsstaat stellt - eine landesweite Fahndungsaktion starten? "Kärntner, seid wachsam, in eurem Heustadel könnte sich ein gefährlicher Asylwerber verstecken!"

Auch an die Aufstellung einer Bürgerwehr könnte gedacht werden. Wir berichten weiter. (Hans Rauscher/DER STANDARD-Printausgabe, 14. November 2008)

 

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