C-Quadrat mit Ergebniseinbruch

14. November 2008, 09:17
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Nach drei Quartalen ist das EBIT eingebrochen, im dritten Quartal seblst sogar negativ. Ein schwieriges Umfeld zeige seine Wirkung

Wien - Der börsenotierte Fondsanbieter C-Quadrat hat nach drei Quartalen einen Ergebniseinbruch verbucht. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, ist das Betriebsergebnis von 3,3 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2007 auf nunmehr 760.000 Euro abgesackt. Im dritten Quartal wurde ein negatives Ebit von -337.000 Euro (+277.000 Euro) ausgewiesen. Zurückzuführen seien die Rückgänge bei den Gesamterträgen und des Jahresüberschusses in erster Linie auf den fast völligen Ausfall der erfolgsabhängigen Provisionen, hieß es.

Der Jahresüberschuss (vor Minderheiten) ist in den ersten drei Quartalen deutlich von 4,27 auf 2,78 Mio. Euro gesunken. Dies sei jedoch im äußerst schwierigen Umfeld der anhaltenden Finanzmarktkrise erneut ein exzellentes Ergebnis, heißt es in der C-Quadrat-Aussendung. Das Ergebnis je Aktie ging von 0,92 auf 0,58 Euro zurück.

Das Volumen des Asset Managements ist seit Jahresanfang von 1,66 auf 1,75 Mrd. Euro um 5 Prozent gestiegen. Damit habe sich C-Quadrat vom negativen Branchentrend - im gleichen Zeitraum sank das Volumen aller in Österreich notierten Investmentfonds den Angaben zufolge um 15 Prozent - abkoppeln können. Das gesamte, erlösbringende Volumen des Unternehmens betrug zum 30. September 2008 4,3 Mrd. Euro.

Einen wesentlichen Beitrag zum soliden Ergebnis der ersten drei Quartale habe auch die Verbesserung der Kostenstruktur geleistet. So sei die Mitarbeiterzahl trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens in den letzten 12 Monaten um 18 Prozent von 118 auf 97 gesenkt worden. Weitere Einsparungseffekte sollen in den kommenden Monaten deutlich spürbar werden.

Trotz der Belastungen aus der Finanzkrise will C-Quadrat-Gründer und Vorstandsmitglied Alexander Schütz durch den Wachstumskurs im Bereich Asset Management und der gesetzten Sparmaßnahmen "nach dem Ende der Krise deutlich profitabler sein als vor der Krise". Für den Rest des Jahres und vor allem für 2009 erwartet Schütz einen starken Zufluss von institutionellen und privaten Investoren. (APA)

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