BWT korrigierte Gewinnerwartung deutlich nach unten

14. November 2008, 09:10
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Der Jahresüberschuss soll heuer nur 20 statt 26 Millionen Euro erreichen. Das EBIT sank in den ersten drei Quartalen um 9,5 Prozent auf 25,8 Millionen Euro

Wien - Der börsennotierte oberösterreichische Wasseraufbereiter Best Water Technology (BWT) rechnet heuer mit deutlich geringeren Gewinnen als zuletzt. Der Jahresüberschuss soll heuer nur 20 Mio. Euro erreichen. Ursprünglich war das Unternehmen von 26 Mio. Euro ausgegangen, geht aus einer Mitteilung von heute, Freitag, hervor. Der Umsatz soll um nur 3 Prozent zulegen.

Die Entwicklung im dritten Quartal, das schwache wirtschaftliche Umfeld in wichtigen Märkten und die weiterhin konsequent umgesetzten Wachstumsinitiativen im Point-of-Use-Geschäft hätten den BWT-Vorstand veranlasst, die Umsatz- und Ertragserwartungen für 2008 nach unten zu korrigieren, so BWT-Chef Andreas Weißenbacher am Freitag.

Im dritten Quartal verzeichnet das Wasseraufbereitungsunternehmen bei nur leicht gestiegenem Umsatz einen Ertragsrückgang. Ein starker operativer Cash-Flow sorgte für eine deutliche Reduktion der Nettoverschuldung. "Das dritte Quartal hat uns in rauere Gewässer geführt; wie die Bilanzzahlen und der Cash-Flow zeigen, ist die BWT ein sehr solides Schiff", so der CEO. Der Konzern hat im dritten Quartal trotz abnehmender Wachstumsdynamik eine Umsatzsteigerung von 1,9Prozent erzielt. Das EBIT lag im dritten Quartal mit 5,0 Mio. Euro um 36,5 Prozent unter dem Vorjahr (7,8 Mio. Euro).

Mehr Umsatz

In den ersten drei Quartalen hat die BWT-Gruppe den Konzernumsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 7,7 Prozent auf 311,6 Mio. Euro gesteigert. Im Point-of-Entry-Bereich hat die BWT ihren Umsatz um 6,4Prozent erhöht. Mit den Point-of-Use-Produkten konnte die BWT-Gruppe eine Umsatzsteigerung von 42Prozent gegenüber den ersten drei Quartalen 2007 erreichen, vor allem wegen der guten Entwicklung bei den "BWT-water & more"-Kaffeemaschinenfiltern.

Die geringere Umsatzsteigerung, ein ungünstiger Produktmix, der Wegfall von Sondererträgen und die Kosten für die Markteinführung des Point-of-Use-Programmes wirkten sich im dritten Quartal 2008 negativ auf das Ergebnis der BWT-Gruppe aus. Das kumulierte EBIT sank um 9,5 Prozent auf 28,6 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Steuern lag nach neun Monaten bei 25,2 Mio. Euro (minus 12,4 Prozent). Die Minderheitsanteile hätten sich nur minimal auf das Konzernergebnis ausgewirkt, wodurch die BWT-Gruppe nach drei Quartalen einen niedrigeren Jahresüberschuss nach Minderheiten von 18,6 Mio. Euro gegenüber 20,1 Mio. Euro im Vorjahr erzielte. Das Ergebnis je Aktie sank von 1,13 auf 1,04 Euro.

Trotzdem hat sich die Vermögens- und Finanzlage der BWT-Gruppe den Unternehmensangaben zufolge deutlich verbessert: Der Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit ist in den ersten neun Monaten von 10,2 Mio. Euro um 57 Prozent auf 16,0 Mio. Euro gestiegen. Die Verbesserung sei saisonal bedingt und auf das konsequente Cash-Optimierungsprogramm zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote in der BWT-Gruppenbilanz betrug zum 30. September 2008 46,2 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahresstichtag: 42,1 Prozent).

Im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms wurden insgesamt annähernd 300.000 eigene Aktien mit einem Wert von rund 5 Mio. Euro zurückgekauft. Das Programm wird mit Wirkung von heute aufgrund der herrschenden Marktvolatilitäten dahingehend modifiziert, dass der Rückkauf nunmehr in einer Kursbandbreite von 1 bis 99 Euro gemäß den Beschlüssen der letzten Hauptversammlung durchgeführt werden kann. (APA)

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