iPill von Philips spielt im Magen und Darm auf

14. November 2008, 08:30
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Intelligente Pille soll gezielt gegen Krankheiten vorgehen - Ermöglicht nicht nur Kameraufnahmen und andere Messungen sondern auch Behandlung

Eine Pille, die durch den Verdauungstrakt steuert und dort gezielt Therapeutika im Kampf gegen tückische Magen-Darm-Krankheiten ablädt: Diese iPill getaufte, intelligente Pille stellt Philips Research beim Kongress der US-Pharmaforscher nächste Woche vor.

Zulassung

Schon 2001 wurde die erste Kamera-Pille von der Federal Drug Administration (FDA) zum Gebrauch in den USA zugelassen. Die iPill ist, sieben Jahre danach, die nächste Generation dieser Technologie, die über die Kamerafunktionen hinaus weitere Messungen, aber auch Behandlungen ermöglicht. Wie die Kamera-Pille kann auch die iPill geschluckt werden und durchwandert so den Körper.

Säure

Die iPill bestimmt ihre Lage im Magen oder Darm durch Messung des Säuregehalts der Umgebung. Unterschiedliche Bereiche des Verdauungstrakts haben unterschiedliche pH-Werte - der Magen hat zum Beispiel einen sehr hohen Säuregehalt, der beim Verlassen des Magens stark abnimmt. Dies ermöglicht die Navigation; auf Grund der Ortsbestimmung können dann entsprechende Pharmazeutika aus dem Drogenvorrat der Pille freigesetzt werden. Ein Mikroprozessor kontrolliert eine winzige Pumpe, die exakte Dosierung ermöglicht.

Messung

Zusätzlich misst die Pille die Körpertemperatur an den unterschiedlichen Stellen und übermittelt diese drahtlos an einen externen Empfänger. (DER STANDARD Printausgabe, 14.11.2008)

 

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    foto: philips
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