Frauenrechtlerin Somaly Mam ausgezeichnet

13. November 2008, 14:52
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Hochdotierter "Roland Berger Preis für Menschenwürde" erstmals vergeben: Kambodschanerin wird als Kämpferin gegen Frauenhandel in Asien geehrt

Berlin - Die kambodschanische Frauenrechtlerin Somaly Mam wird mit einem neuen deutschen Menschenrechtspreis ausgezeichnet. Mam soll die Auszeichnung am 24. November in Berlin aus den Händen des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler entgegennehmen, kündigte der Preisstifter Roland Berger am Donnerstag an.

Als Autorin von "Das Schweigen der Unschuld" bekannt

Die heute 38 Jahre alte Mam war als junges Mädchen in Kambodscha an ein Bordell verkauft worden. Erst mit Hilfe ihres späteren Ehemannes konnte sie der Prostitution entkommen. Sie gründete eine Organisation für Frauen in Not (AFESIP) und zählt seit Jahren zu den exponiertesten Kämpferinnen gegen die Frauenhandels-Mafia in Asien. Die Kambodschanerin hat bereits zahlreiche Preise erhalten. Ihre Autobiografie "Das Schweigen der Unschuld" wurde zu einem Bestseller.

Der mit einer Million Euro dotierte Preis wird von einer Stiftung vergeben, die der Unternehmensberater Berger gegründet hat. Der nach ihm benannte "Roland Berger Preis für Menschenwürde" wird künftig jedes Jahr vergeben. (APA/dpa)

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AFESIP (Agir pour les Femmes en Situation Précaire)

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    Foto: REUTERS/ Thierry Falise/Random House

    Somaly Mam ist die Gründerin der kambodschanischen Organisation für Frauen in Not (AFESIP).

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