Evonik trotzt Konjunkturabkühlung

13. November 2008, 13:46
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Prognose für 2008 bestätigt

Essen  - Der deutsche Industriekonzern Evonik Industries rechnet für 2008 mit einem Umsatz- und Gewinnwachstum. Mit der Automobil- und Bauindustrie seien von der Abschwächung zwar wichtige Evonik-Endmärkte betroffen. Vor allem im wichtigsten Geschäftsfeld Chemie werde sich das "spürbar" auswirken, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Angesichts der guten Zahlen in den ersten neun Monaten halte der Vorstand aber an der Jahresprognose von einem Umsatzplus "im hohen einstelligen Prozentbereich" und einer leichten Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (EBIT) fest. 2007 hatte der Mischkonzern für Chemie, Energie und Immobilien rund 14,4 Mrd. Euro Umsatz und ein EBIT von 1,3 Milliarden Euro erreicht.

Vor allem dank höherer Verkaufs- und Stromabsatzpreise seien in den ersten drei Quartalen die Umsätze in allen drei Geschäftsfeldern Chemie, Energie und Immobilien gestiegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Der Umsatz legte bis Ende September um 13 Prozent auf zwölf Mrd. Euro zu, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um sechs Prozent auf 1,8 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis der ersten drei Quartale von 595 Millionen Euro ist mit dem Vorjahreswert von 951 Mio. Euro wegen hoher Erlöse aus dem Verkauf der Bergbautechnik nicht vergleichbar.

"Das ist ein schöner Erfolg in schwierigen Zeiten", sagte der scheidende Evonik-Chef Werner Müller zu den Quartalszahlen. Müller geht zum Jahreswechsel in den Ruhestand, Nachfolger wird der Chef der Chemiesparte Klaus Engel.

Eigentümer von Evonik ist eine Stiftung, die das Unternehmen mit rund 43.000 Beschäftigten bis 2013 schrittweise an die Börse bringen will. Aus den Erlösen werden nach dem Kohlekompromiss die dauerhaften Lasten des deutschen Steinkohlebergbaus finanziert. Anfang Juni war das erste Evonik-Paket von 25,01 Prozent für rund 2,4 Mrd. Euro an den britischen Finanzinvestor CVC gegangen. Eine Sperrminorität behält die Stiftung. (APA/dpa)

 

 

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