Körpergewicht im Normbereich empfohlen

13. November 2008, 13:33
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Starkes Übergewicht und eine dicke Taille, aber auch ein zu niedriges Gewicht erhöhen das Sterberisiko

Potsdam - An der Grenze zum Übergewicht haben Menschen um die 50 das geringste Sterberisiko. Das zeigt eine große internationale Ernährungsstudie Potsdamer Forscher. Starkes Übergewicht und eine dicke Taille erhöhen demnach das Sterberisiko, aber auch ein Körpergewicht am unteren Ende des Normalbereichs, wie das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) mitteilte.

Statistisches Risiko

Statistisch am geringsten war das Risiko in der Untersuchung für Frauen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 24,3 sowie für Männer mit einem Index von 25,3. Bei einer 1,70 Meter großen Frau entspricht das einem Gewicht von 70 Kilogramm, bei einem 1,85 Meter großen Mann 87 Kilogramm. Der Body-Mass-Index berechnet sich aus dem Gewicht geteilt durch die Körpergröße zum Quadrat. Ist dieser Wert bei Frauen größer als 24 oder bei Männern größer als 25, spricht die klassische Definition von Übergewicht. Mit zunehmendem Alter steigt nach Ansicht vieler Mediziner jedoch auch der vorteilhafte BMI- Bereich.

Fettpölsterchen an der Taille

Die Ernährungsforscher um Tobias Pischon stellen ihre Studie im Fachblatt "New England Journal of Medicine" (Bd. 359, S. 2105) vor. Grundlage der Untersuchung sind die Daten von knapp 360.000 Menschen aus neun europäischen Ländern. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer, die über einen Zeitraum von zehn Jahren begleitet wurden, lag zu Beginn der Studie bei 51,5 Jahren.

Ein weiteres Ergebnis der Studie, das bereits bekannt war: Fettpölsterchen an der Taille erhöhen das Risiko eines frühen Todes dramatisch. Das gilt auch dann, wenn das Gesamtgewicht normal ist. Zusätzliche fünf Zentimeter erhöhen demnach das Risiko eines frühen Todes um 13 bis 17 Prozent. (APA/dpa/pte/red)

Abstract
New England Journal of Medicine: General and Abdominal Adiposity and Risk of Death in Europe

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