Registrierung via Internet: Neue Bestimmungen für Einreise in die USA ab 12. Jänner gültig

13. November 2008, 11:27
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Elektronische Registrierung soll "schneller, einfacher und sicherer" werden

Die im Rahmen der Einreisebestimmungen in die USA vorgesehene elektronische Registrierung soll künftig einfacher werden. Vertreter der US-Botschaft und Experten für Geschäftsreisen in die Vereinigten Staaten haben am Mittwoch in Wien das neue "Electronic System for Travel Authorization" (ESTA) vorgestellt. Demnach sollen ab 12. Jänner alle Reisenden vor Reiseantritt eine Online-Registrierung ausfüllen. Das Ausfüllen des bisherigen grünen Formulars während des Fluges wird ab diesem Tag nicht mehr möglich sein.

Schwachstellen in der nationalen Sicherheit

Die Empfehlungen der sogenannten "9/11-Commission", die Schwachstellen in der nationalen Sicherheit nach den Terroranschlägen untersuchte, habe auch eine Erhöhung der Sicherheitsanforderungen des "Visa Waiver Programs" (VWP) gefordert, erklärte die Generalkonsularin der US-Botschaft Constance Anderson. Die Vorteile des neuen Systems seien unter anderem, dass es künftig kaum noch Wartezeiten gebe. Reisende könnten schon vorab von den US-Behörden überprüft werden, da die Daten nicht erst bei der Einreise verfügbar sein werden.

Mehr Sicherheit

Das Online-System werde zudem die Sicherheit erhöhen, da bereits beim Boarding alle Passagiere aus Ländern des Visa Waiver Programs überprüft und zugelassen seien. Dadurch würde die Sicherheit für die Reisenden und die USA erhöht, so Anderson. Das Online-System ESTA (abrufbar unter https://esta.cbp.dhs.gov) entbinde aber nicht von Visumspflicht, die auch bisher schon von Staatsbürgern der VWP-Länder beantragt werden mussten, betonte Anderson. Dies betreffe Arbeits- und Studienaufenthalte, die länger als 90 Tage dauern.

"Es war wahrscheinlich nie besser in die USA zu reisen als jetzt"

Das Visa Waiver Program erlaubte es bisher den Staatsbürgern aus bestimmten Ländern, unter anderem aus Österreich, sich bis zu 90 Tagen in den USA aufzuhalten ohne ein eigenes Visum dafür beantragen zu müssen. "Es war wahrscheinlich nie besser in die USA zu reisen als jetzt", erklärte Christopher Quinlivian von der Handelsabteilung der US-Botschaft in Anspielung auf den starken Euro. Es sei im Interesse der Vereinigten Staaten für "Touristen, Geschäftsreisende und Studenten offen zu sein", aber die USA müssten auch auf sichere Einreisebestimmungen achten, so Quinlivian.

Generalkonsularin Anderson bekräftigte, dass die USA nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 eine Veränderung der Einreisebestimmungen durchführen haben müssen. Das VWP sei davon weitgehend unbeeinflusst geblieben, es funktioniere seit 22 Jahren ausgezeichnet. Österreich ist seit 1991 unter den 27 Staaten die an dem Programm teilnehmen. Ab Mitte November sollen weitere Staaten, darunter Korea, in das Programm aufgenommen werden. (AP)A

 

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