Gazprom prüft Einstieg bei spanischer Repsol

13. November 2008, 10:45
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Spanischer Baukonzern Sacyr Vallehermoso will bis zu 20 Prozent abgeben

Moskau/Madrid - Der russische Gasriese Gazprom prüft einen Einstieg beim spanischen Energiekonzern Repsol, erklärte der russische Vize-Premier Alexander Schukow bei einem Besuch in Madrid. Erwogen wird eine Beteiligung bis zu 20 Prozent. Das Paket soll vom spanischen Baukonzern Sacyr Vallehermoso (SyV) angeboten worden sein, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Repsol zählt zu den zehn größten Energieunternehmen weltweit. Im ersten Halbjahr 2008 stieg der um Sonderposten bereinigte Überschuss beim spanischen Energiekonzern um 15 Prozent auf 1,883 Mrd. Euro. Der bereinigte operative Gewinn legte von 2,825 auf 3,449 Mrd. Euro zu.

Im Sommer wurde bekannt, dass Repsol in ein großes Öl- und Gasfeld auf der russischen Insel Sachalin im Nordpazifik investieren will. Die Verhandlungen mit Russlands größtem Ölkonzern Rosneft über eine Beteiligung an Sachalin-3 befänden sich in einem "fortgeschrittenen Stadium", sagte damals ein Repsol-Sprecher. Die Spanier planen, 25 Prozent des Feldes zu erwerben.

Die Insel Sachalin wird derzeit von der staatlichen Rosneft kontrolliert, der chinesische Ölriese Sinopec ist mit einem Viertel beteiligt. Repsol hatte bereits 2006 in Öl- und Gasfelder in West-Sibirien investiert und ein Kooperationsabkommen mit dem russischen Gasmonopolisten Gazprom abgeschlossen. Mit dem Engagement in Russland will der spanische Konzern offensichtlich seine Abhängigkeit von Öl- und Gasquellen in Südamerika reduzieren. (APA)

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