Schlechte Bilanz

12. November 2008, 18:56
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Staatliche und quasi-staatliche Betriebe müssen dieser Tage ums Überleben kämpfen

Die Post muss tausende (beamtete) Beschäftigte loswerden, sonst kann sie nicht überleben. Die Telekom muss tausende (beamtete) Beschäftigte loswerden, sonst kann sie nicht überleben. Die AUA muss an die Lufthansa verschenkt werden, sonst kann sie nicht überleben. Ein Personalabbau und/oder Gehaltskürzungen werden folgen.

Der ORF, der bisher einen erheblichen Anteil seiner Einkünfte aus seinem Wertpapiervermögen bezog (Bank mit angeschlossenem Sendebetrieb), schreibt wegen des Absturzes der Börsen einen Verlust von 100 Millionen. Die Wahrheit, dass auch der ORF zu viele und zu teure Quasi-Beamte hat, wird sich demnächst Bahn brechen.

Ja, und die ÖBB, die unter schwarz-blauem Management zu einem Immobilienverwertungsbetrieb mit angeschlossenem Schienenverkehr wurden, fressen pro Jahr eine Steuersenkung weg. Über die Asfinag redet keiner, die Tatsache, dass sie ungeheure Schulden angehäuft hat, ist nicht im öffentlichen Bewusstsein.

Nicht gut, diese Bilanz der verbliebenen staatlichen und quasi-staatlichen Betriebe - wobei das Management einmal eher rot und einmal eher schwarz ist. (Hans Rauscher/DER STANDARD Printausgabe, 13. November 2008)

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