Erfolg bei Berliner HIV-Therapie

12. November 2008, 18:15
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Stammzellentherapie soll Virenanzahl gesenkt haben - Experte: Antrieb für Forscher

Berlin - Eine Stammzell-Transplantation in Berlin hat bei einem HIV- Infizierten die Zahl der Aidsviren im Blut unter die Nachweisgrenze gedrückt. Der Patient hatte im Berliner Universitätsklinikum Charité Knochenmark transplantiert bekommen, weil er auch an Blutkrebs (Leukämie) erkrankt war, wie die "Bild"-Zeitung berichtete.

"Das ist sicherlich keine Heilung", sagte der Sprecher des Kompetenznetzes, Norbert Brockmeyer. Es sei aber ein hochinteressanter Befund, der Forschern neuen Antrieb geben könne. Auf eine breite Patientenschicht sei der bisherige Berliner Erfolg aber nicht zu übertragen, ergänzte der Professor an der Ruhr- Universität Bochum.

Laut der Zeitung hat der Berliner Charité-Arzt Gero Hütter einem 42-jährigen HIV-Patienten blutbildende Knochenmarkszellen transplantiert. Seit fast zwei Jahren sei das Virus im Körper des Patienten nun nicht mehr nachweisbar, hieß es in dem Bericht. Hütter wollte am Nachmittag auf einer Charité-Pressekonferenz selbst über seine Entdeckung sprechen. (APA/dpa)

 

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