Grüne kritisieren Jubiläumsausstellung als "Grottenbahn"

12. November 2008, 16:13
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Zinggl bemängelt "die übliche Anordnung von Exponaten, Schaustücken und Dokumenten"

Wien - Scharfe Kritik an der "Republik-Ausstellung" im Parlament kommt von den Grünen. Kultursprecher Wolfgang Zinggl bemängelte am Mittwoch die eher konventionelle Gestaltung der Schau: "Was bleibt, ist die übliche Anordnung von Exponaten, Schaustücken und Dokumenten." Was den Grünen weiters aufregt ist die dürftige Präsenz seiner eigenen Partei und die fehlende Möglichkeit, die Ausstellung allein zu durchwandern.

"Wie kann man die Bevölkerung an der Ausstellung teilnehmen lassen, wenn die Führungen auf eine Stunde begrenzt sind", kritisiert Zinggl. Gerade für das Betrachten von Videos und interaktive Elemente bleibe viel zu wenig Zeit. Die verwendeten Texte selbst bezeichnete der Grüne als oberflächlich, vor allem jene zu den Themen Nationalsozialismus und Holocaust. Themen wie Ökologie und Umwelt seien zudem gänzlich ausgespart geblieben.

In der Schau ausgespart wurde laut Zinggl auch die Geschichte der Grünen. Deren Gründung würde beim Schwerpunkt Parteien gerade einmal in einem Absatz vorkommen. Das Resümee des Kultursprechers: Die Ausstellung sei eine "Grottenbahn". (APA)

 

 

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