ING-DiBa mit Quartalsgewinn

12. November 2008, 14:48
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Die Direktbank ING-DiBa hat im abgelaufenen Quartal trotz der Finanzkrise schwarze Zahlen geschrieben

Frankfurt - Die Direktbank ING-DiBa hat im abgelaufenen Quartal trotz der Finanzkrise schwarze Zahlen geschrieben. Allerdings sank der Gewinn vor Steuern um mehr als 20 Prozent auf 68 Mio. Euro, wie die Tochter des niederländischen Finanzkonzerns ING am Mittwoch mitteilte. Der härter werdende Wettbewerb um Privatkunden in Deutschland und die schrumpfenden Zinsspannen drücken bei vielen Filial- und Onlinebanken auf die Ergebnisse.

In den ersten neun Monaten des Jahres kommt die größte Direktbank in Deutschland auf einen Gewinn von 203 Mio. Euro. Anders als die Mutter schlugen bei der deutschen Direktbank-Tochter keine Wertberichtigungen auf das Ergebnis durch. "Abschreibungen auf das Anlageportfolio gab es keine", erklärte die Direktbank. Der Mutterkonzern schrieb im Quartal einen Nettoverlust von fast einer halben Milliarde Euro.

Die Kundeneinlagen der ING-DiBa wuchsen im Zeitraum von Juli bis September um 2,1 Mrd. Euro, die Zahl der Kunden legte leicht auf über 6,6 Millionen zu. Die Kernkapitalquote bezifferte das Institut zum 30. September mit 10,7 Prozent, was im Branchenvergleich im oberen Bereich liegt. Weltweit hat die ING mehr als 21 Millionen Direktbankkunden.

Die Österreich-Tochter der ING-DiBa zählte mit Jahresende fast 360.000 Kunden. Die Geldeinlagen der Österreicher machten rund 3,6 Mrd. Euro aus. (APA)

 

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