28 Prozent der Österreicher nutzen mobilen Internetzugang

12. November 2008, 14:20
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Ersetzt zunehmend kabelgebundenen Anschluss - Typischer User ist jung, männlich, gebildet und technologieaffin

28 Prozent der Österreicher haben im dritten Quartal 2008 einen mobilen Internetzugang genutzt, geht aus dem aktuellen Austrian Internet Monitor - Consumer (AIM-C) von Integral hervor. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als einem Viertel gegenüber dem Vorjahr. Am beliebtesten ist den Angaben zufolge das USB-Modem, das 12 Prozent verwenden. Der mobile Webzugang ersetze zunehmend den kabelgebundenen Anschluss. Fast die Hälfte der User setzt ihn nur zu Hause ein. Die "digitale Kluft" zwischen den verschiedenen Anwendergruppen ist noch viel größer als bei der normalen Netznutzung.

USB-Modem

An zweiter Stelle (10 Prozent) beim mobilen Internet steht der Zugriff direkt über das Handy. Dahinter (8 Prozent) folgt die klassische Datenkarte. Das USB-Modem hat sich innerhalb der vergangenen zwölf Monate verstärkt als Hauptinternetzugang im Haushalt etabliert. Im dritten Quartal 2007 nutzten erst 2 Prozent der insgesamt 3.000 Befragten hauptsächlich ein USB-Moden, aktuell nutzt es fast jeder Zehnte.

Männlich, jung, gebildet und technologieaffin

Der typische mobile Surfer ist männlich, jung, gebildet und technologieaffin. 34 Prozent aller befragten Männer nutzen den Netzzugang über Handy und Co., aber nur 23 Prozent der Frauen. Auch das Altersgefälle ist enorm. Während 51 Prozent der 14- bis 19-Jährigen das Web für unterwegs verwenden, sind es bei den 50- bis 59-Jährigen nur mehr 20 Prozent. Ab 60 Jahren sinkt die Quote auf 7 Prozent. Besonders gern (von 37 Prozent aller Befragten) wird das mobile Web von Personen mit Matura oder Universitätsabschluss genutzt.

Zum Vergleich: Insgesamt sind 78 Prozent aller österreichischen Männer und 63 Prozent der Frauen online. Von den 14- bis 29-Jährigen surfen 94 Prozent im World Wide Web, bei den 50- bis 59-Jährigen sind es immerhin noch 69 Prozent.

News

Mobile Webnutzer haben außerdem überdurchschnittlich viele elektronische Geräte im Haushalt und nutzen das Netz für vielfältigere Zwecke als der Durchschnitt. Sie sind besonders eifrige Online-Käufer, arbeiten intensiver mit Internet-Lexika sowie Online-Wörterbüchern und haben auch bei der Nutzung von Multimedia-Inhalten, Online-Spielen und Networking-Plattformen die Nase vorn. Überdies konsumieren sie überdurchschnittlich viele aktuellen Nachrichten.

Künftig dürfte es noch mehr Zugänge zu mobilem Internet geben. Fast jeder Dritte kündigte Nutzungsabsichten an, vor einem Jahr war es lediglich jeder Fünfte. (APA)

 

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