3sat-Thementag "HexenZauber"

12. November 2008, 12:56
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In West- und Mitteleuropa wurden in der Zeit zwischen 1430 und 1780 etwa 100.000 Menschen, in der Mehrzahl Frauen, als Hexen oder Zauberer hingerichtet. Erst heuer - 2008 - wurde die als eine der letzten Hexen Europas 1782 in der Schweiz hingerichtete Anna Göldin rehabilitiert und ihr Prozess als Justizmord gewertet.

Heute leben jene, die sich Hexen nennen, weit ungefährlicher. In manchen Ländern Südamerikas ist Hexe ein ganz normaler Beruf, auch in Europa kann man sich problemlos zur Hexe ausbilden lassen. In Südafrika dagegen ist der Verdacht, eine Hexe zu sein, noch immer lebensgefährlich. An vielen Orten ist der Glaube an Hexen und Zauberer Teil des Brauchtums geworden - aber auch ein blühender Geschäftszweig. So auch in der Literatur und im Film, wo Hexen und Magie schon immer ein beliebtes Motiv waren wie etwa bei der "Bezaubernden Jeannie", den Hexen von "Charmed" oder "Harry Potter".Und dann gibt es noch jene, die sich Zauberer oder Magier nennen und mit Fingerfertigkeit und Täuschung aufs Glatteis führen wollen.

Von Hexenverfolgung zu Kräuterhexen

Am Samstag, 15. November, beleuchtet der unter Federführung von ORF/3sat gestaltete 3sat-Thementag alles rund um "HexenZauber". Ab 6 Uhr früh werden Dokumentationen und Spielfilme die Geschichte der Hexenverfolgung vom Mittelalter bis in die Neuzeit behandeln, es wird der Heilkunst von modernen "Kräuterhexen" auf den Grund gegangen und über Mythen, die sich trotz aller Wissenschaft in einigen Regionen erhalten haben, berichtet.

Tipp

Um 23.15 Uhr erörtern u. a. der Wiener Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, Schwester Oberin Elisabeth Göttlicher, Carla Amina Baghajati (islamische Glaubensgemeinschaft) und der Satanologe Josef Dworak die Frage: "Wer ist der Teufel?". (red)

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