Mayr-Melnhof-Holz-Gruppe mit rückläufigem Ertrag und Umsatz

12. November 2008, 12:45
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Die Gruppe wird das laufende Geschäftsjahr im Vergleich zu 2007 trotz der internationalen Expansion mit rückläufigem Ertrag und Umsatz abschließen

Leoben - Die Mayr-Melnhof-Holz-Gruppe wird das laufende Geschäftsjahr im Vergleich zu 2007 trotz der internationalen Expansion mit rückläufigem Ertrag und Umsatz abschließen, erklärte Vorstand Josef Dringel am Mittwoch in Leoben bei der Eröffnung des neuen Headquarters. Grund für die Entwicklung sei die aktuelle Finanz- und Konjunkturkrise.

Die Investitionen des vor einem Jahr begonnenen Baus des neuen Headquarters am Standort Leoben belaufen sich auf rund 5 Mio. Euro, so Dringel. Hauptwerkstoff des Gebäudes ist für das Unternehmen standesgemäß natürlich Holz.

In das Gebäude wurden rund 1.000 Kubikmeter Holz verschiedener Verarbeitungsweisen verbaut. Rund 100 Arbeitsplätze wurden geschaffen, das Haus biete auch Platz für weitere Expansion. Wie Eigentümer Franz Mayr-Melnhof-Saurau erklärte, existiere bei seinem Unternehmen das Wort "Abfall" nicht mehr: "Bei uns wird alles verarbeitet. Die Holzabfälle werden für die Energieversorgung von Trockenkammern, Pelleting und zur Fernwärmeerzeugung für die Stadt Leoben und die Brauerei Göss verwendet."

Die Mayr-Melnhof-Holz-Gruppe hat seit 2000 Fuß in mehreren europäischen Ländern gefasst, so zum Beispiel im tschechischen Paskov mit einer Investition von 70 Mio. Euro sowie im russischem Efimovskij mit einer Investition von 80 Mio. Euro. Seit 2000 seien rund 200 Mio. Euro in den Ausbau der internationalen Aktivitäten geflossen, sagte Dringel. 2007 hatte das Unternehmen einen Umsatz von 640 Mio. Euro. Dies werde sich laut Dringel nicht halten lassen, 2010 sollte sich die Lage aber wieder verbessern. (APA)

 

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