Anleihe erfolgreich platziert

12. November 2008, 10:53
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Zur weiteren Finanzierung der Böhler-Übernahme hat die voestalpine eine fix verzinste Anleihe in Höhe von 333 Millionen Euro begeben

Wien - Der börsenotierte Stahlkonzern voestalpine AG brauchte zusätzliches Geld für die weitere Refinanzierung der fast 4 Mrd. Euro teuren Übernahme der Böhler-Uddeholm AG. Deshalb hat voestalpine eine fix verzinste Anleihe in Höhe von 333 Mio. Euro ausschließlich an qualifizierte Anleger gemäß Kapitalmarktgesetz begeben, die nun erfolgreich platziert wurde. Unter anderem habe das Land Oberösterreich einen wesentlichen Teil der Schuldverschreibung gezeichnet, teilte die voestalpine heute, Mittwoch, mit. Mit dem nun aufgenommenen Kapital würden bestehende kurzfristige Kredite abgedeckt.

Die "bereits bisher gut abgesicherte Refinanzierung des Kaufs der Böhler-Uddeholm AG" werde durch diese Platzierung daher "weiter verbessert", hieß es. Die Anleihe wird von der voestalpine in zwei Tranchen getilgt, die erste Teilzahlung von 222 Mio. Euro ist am 17. Dezember 2010 fällig, der zweite Teilbetrag von 111 Mio. Euro wird am 17. Dezember 2011 getilgt. Die fixe Verzinsung über die gesamte Laufzeit beider Tranchen liegt bei 5,75 Prozent per annum.

Wie Mitte Oktober berichtet, gibt das Land Oberösterreich der voestalpine einen Kredit, damit sie die Übernahme des Edelstahlherstellers abschließen kann - denn die Finanzierungskosten sind massiv gestiegen. Um an billigeres Geld zur Refinanzierung der Großakquisition zu kommen, springt das Land ein - OÖ gibt das Geld in Form der als Privatplatzierung begebenen Anleihe. Die voestalpine müsste am freien Markt deutlich mehr für Kredite dieser Art aufwenden.

In die gut 300 Mio. Euro, die sich die voestalpine beim Land OÖ borgt, steckt das Land einen Teil seiner 650 Mio. Euro aus der Teilprivatisierung der Energie AG Oberösterreich und aus dem Verkauf von Wohnbaudarlehen, hatte "Der Standard" Anfang Oktober berichtet. (APA)

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