Swiss Life korrigiert Gewinnerwartung nach unten

12. November 2008, 09:26
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"Angepeilter Reingewinn von 1,8 bis 1,9 Milliarden Franken nicht erreichbar" - Prämieneinnahmen stagnierten bis September

Zürich - Der international tätige Schweizer Lebensversicherungskonzern Swiss Life wird dieses Jahr voraussichtlich den anvisierten Reingewinn von 1,8 bis 1,9 Mrd. Franken nicht erreichen. Im dritten Quartal 2008 ging das Prämienvolumen gesamthaft um 11 Prozent zurück.

Ein neues Gewinnziel gibt die Swiss Life Gruppe nicht bekannt, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Zudem wurde bekanntgegeben, dass die ursprünglich in Aussicht gestellte Dividende von 600 Mio. Franken (401 Mio. Euro) wohl nicht in dieser Höhe ausbezahlt werde. Grund für die korrigierten Prognosen seien die "außerordentlich negative" Entwicklung der Finanzmärkte seit dem letzten September.

Swiss Life musste erneut Wertberichtigungen auf Aktienpositionen vornehmen und spürt den gegenüber dem Euro derzeit starken Franken. Das seit Frühling laufende Aktienrückkaufprogramm werde wegen des aktuellen Marktumfelds eingestellt.

In den ersten neun Monaten 2008 nahm Swiss Life 14 Mrd. Franken Prämien ein, um ein Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Das Wachstum geht auf das Auslandsgeschäft zurück, in der Schweiz sind die Prämieneinnahmen leicht rückläufig. Im dritten Quartal 2008 brachen die Einnahmen gesamthaft um 11 Prozent auf 3,07 Mrd. sFr ein.

Auf Basis der Rechnungslegungsvorschrift IFRS beläuft sich die Solvabilitätsquote der Swiss Life Gruppe nach wie vor auf 150  Prozent. Analysten hatten dort einen möglichen Rückgang erwartet.

Die Aktienquote im Portfolio wurde unter 1 Prozent gesenkt und das Risiko der Hedge Funds durch Absicherungen gesenkt, teilte Swiss Life weiter mit. (APA/sda)

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