HVB mit Verlust nach neun Monaten

12. November 2008, 09:21
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Neue Bilanzierungsregeln ersparten der HypoVereinsbank dabei fast 700 Millionen zusätzlicher Kursverluste - Weiter kein Ausblick fürs Gesamtjahr

München - Neuerliche Belastungen aus der Finanzkrise haben die bayerische HypoVereinsbank (HVB) wieder in die roten Zahlen gedrückt. Der Verlust habe sich im dritten Quartal auf 285 Mio. Euro belaufen - nach einem Gewinn von 83 Millionen im gleichen Vorjahreszeitraum, teilte die Münchener Tochter der italienischen Großbank UniCredit und Schwesterbank der österreichischen Bank Austria am Mittwoch mit. Hauptgründe dafür waren ein Handelsverlust von 490 Mio. Euro sowie eine mehr als verdreifachte Risikovorsorge für faule Kredite.

Nach den ersten neun Monaten stand bei der HVB dank eines starken zweiten Quartals nur ein Verlust von 64 Mio. Euro. Dieser geht auf das Investmentbanking zurück. Alle anderen Divisionen schrieben schwarze Zahlen.

Die HVB profitierte dabei im 3. Quartal - wie andere Banken auch - von den gelockerten Bilanzregeln. Wertpapiere im Volumen von 14,6 Mrd. Euro wurden umgebucht, was zu geringeren Abschreibungen führte. Ohne diese Maßnahme wäre die Bank noch um knapp 700 Mio. Euro vor Steuern tiefer in die Verlustzone gerutscht.

Trotzdem musste die HVB noch Wertberichtigungen von 560 Millionen Euro vornehmen. Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers kostete zusätzlich 156 Mio. Euro.Wegen der anhaltenden Turbulenzen an den Börsen kann die Großbank ihr Ergebnis im Gesamtjahr weiterhin nicht einschätzen. Fest steht nur, dass die Risikovorsorge wieder steigen wird.Nach den ersten neun Monaten stand bei der HVB dank eines starken zweiten Quartals nur ein Verlust von 64 Mio. Euro. Dieser geht auf das Investmentbanking zurück. Alle anderen Divisionen schrieben schwarze Zahlen.

Der Gewinn der Konzernmutter UniCredit fiel im Quartal um mehr als die Hälfte auf 551 Millionen Euro. Analysten hatten mit 491 Mio. Euro gerechnet. Die Mailänder sprachen von "dramatischen Bedingungen" an den Kapitalmärkten. (APA/Reuters)

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