Kupferpreis belastet drittes Quartal

12. November 2008, 08:51
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Der Kupferpreisverfall bescherte dem Mischkonzern ein Minus beim bereinigten Betriebsergebnis von 48,1 Prozent, für das Gesamtjahr wird ein EBIT auf Vorjahresniveau erwartet

Wien - Der börsenotierte Mischkonzern A-Tec Industries hat nach drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 2008 das bereinigte Betriebsergebnis deutlich um 35 Prozent auf 77,4 Mio. Euro gesteigert, im dritten Quartal wurde jedoch bedingt durch den Kupferpreisverfall ein Minus von 48,1 Prozent verbucht. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wird für das Gesamtjahr ein um Einmaleffekte bereinigtes operatives Ebit auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.

Im dritten Quartal 2008 wurde zudem der vollständige Rückzug aus der Norddeutschen Affinerie (NA) vollzogen.

Die Umsätze der A-Tec sind in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres in allen vier Divisionen - Anlagenbau, Werkzeugmaschinenbau, Antriebstechnik und Minerals & Metals - erneut gestiegen, insgesamt wurde ein Umsatzanstieg von 53,4 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres auf 2,39 Mrd. Euro verbucht. Rekordwerte erzielte die Industriegruppe in den ersten drei Quartalen auch bei Auftragseingang (2,79 Mrd. Euro) und Auftragsstand (3,47 Mrd. Euro).

Das EBITDA stieg von Jänner bis September um 10,6 Prozent auf 113,6 Mio. Euro, im dritten Quartal wurde ein minus von 40,7 Prozent auf 21,4 Mio. Euro eingefahren. Das (nicht bereinigte) Ebit verbesserte sich bis September um 3 Prozent auf 75,3 Mio. Euro, im dritten Quartal wurde ein Minus von 64,7 Prozent verbucht. Die bereinigte Ebit-Marge ist von 3,7 auf 3,2 Prozent gefallen.

Vorsteuergewinn verbessert

Der Vorsteuergewinn (EBT) hat sich durch das verbesserte Finanzergebnis nach drei Quartalen um 11,2 Prozent auf 54,8 Mio. Euro erhöht. Im dritten Quartal ist das EBT mit minus 7,9 Mio. Euro - nach plus 11,6 Mio. Euro im dritten Quartal 2007 - in die roten Zahlen gerutscht.

Auch der Nettoüberschuss lag mit -9,1 Mio. Euro im dritten Quartal im Minus (nach 0,8 Mio. Euro im dritten Quartal 2007). In den ersten drei Quartalen ist der Nettoüberschuss um 1,5 Prozent auf 37 Mio. Euro gestiegen.

Die Nettoverschuldung reduzierte sich von 543,8 Mio. Euro per Jahresende 2007 auf 223,4 Mio. Euro per Ende September 2008. Das Net Gearing ist auf 56,2 Prozent gesunken (Ende Dezember 2007: 146 Prozent).

Per Ende September wurden 55,2 Mio. Euro investiert (+33,3 Prozent), die Zahl der Mitarbeiter lag bei 14.214, um 22,2 Prozent mehr als nach drei Quartalen 2007. Der Bestand eigener Aktien im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms beträgt 278.807 Stück oder oder 4,2 Prozent des Grundkapitals per Ende September 2008. (APA)

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