Im Quartal besser als erwartet

12. November 2008, 10:17
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Die Analysten-Prognosen konnte die Telekom Austria übertreffen, die Gewinn­warnung für das Gesamtjahr bleibt aber aufrecht, "Kostensenkungsmaßnahmen" stehen an

Wien- Die teilstaatliche Telekom Austria musste in den ersten neuen Monaten 2008 ein leichtes Minus beim Betriebsergebnis hinnehmen, lag nach der Gewinnwarnung vom Montag aber besser als von Analysten erwartet. Das Betriebsergebnis ging um 2,5 Prozent auf 651,6 Mio. Euro zurück. Der Nettoüberschuss sank um 13,9 Prozent auf 388,9 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse legten um 6,4 Prozent auf 3,864 Mrd. Euro zu. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gab es einen Zuwachs von 3 Prozent auf 1,507 Mrd. Euro. Analysten sahen die Telekom am Dienstag bei einem Ebit von minus 5,2 Prozent, einem Umsatz von plus 6,3 Prozent und einem Ebitda von 2,1 Prozent. Der Nettoüberschuss wurde mit minus 17,3 Prozent angenommen.

Nettoüberschuss: Minus von 6,2 Prozent auf 162,9 Mio. Euro

Im 3. Quartal 2008 konnte der Ex-Monopolist den Umsatz im Jahresvergleich auf 1,328 Mrd. Euro anheben (plus 4 Prozent). Beim Ebitda wurde ein Plus von 3,6 Prozent auf 539,9 Mio. Euro erwirtschaftet. Das Betriebsergebnis betrug 261,7 Mio. Euro (plus 1,5 Prozent). Beim Nettoüberschuss hingegen gab es ein Minus von 6,2 Prozent auf 162,9 Mio. Euro. Dies teilte die Telekom am Mittwochmorgen ad hoc mit.

Weiters wurde nochmals - nach der Gewinnwarnung vom Montagabend - bestätigt, dass auf Grund des Restrukturierungsprogramms im Festnetz nicht-cash-wirksame Rückstellungen in Höhe von rund 630 Mio. Euro erforderlich sind. Diese werden das Ebitda im 4. Quartal beeinflussen, aber keine Auswirkungen auf den Cashflow der Telekom Austria Group haben und "zukünftige Ergebnisse verbessern", so das Unternehmen, an dem der Staat noch knapp 28 Prozent hält. Kürzlich hatte die Telekom bekannt gegeben, in den nächsten drei Jahren 2.500 Mitarbeiter abbauen zu wollen.

Am Montag hatte der Konzern beim Ausblick für das Gesamtjahr mitgeteilt, dass das Betriebsergebnis 2008 um 85 Prozent sinken und ein "geringer" Nettoverlust erwartet wird. Dies sei unter anderem der Preis für den kostenintensiven Abbau von 2.500 beamteten Mitarbeitern mittels großzügiger Abfertigung oder "Passivierung".

Nemsic zu den Zahlen

Konzernlenker Boris Nemsic zu den Zahlen: "Trotz eines herausfordernden Marktumfeldes und der Auswirkungen der EU-Roaming-Regulierung brachte das Segment Mobilkommunikation weiterhin eine erfolgreiche Entwicklung hervor, die von einem starken internationalen Geschäft, basierend auf einem 50-prozentigen Kundenwachstum, sowie der Konsolidierung von Velcom und der höheren Profitabilität am heimischen Mobilfunkmarkt getrieben wurde. Im Segment Festnetz konnte der Rückgang der Festnetzanschlüsse durch erfolgreiche Bündelprodukte halbiert werden, wodurch der Marktanteil gehalten und der Migrationstrend vom Festnetz zur Mobilkommunikation eingedämmt wurde."

Er betonte einmal mehr, dass Kostensenkungsmaßnahmen und die "notwendige" Reduktion des Personalstandes im Mittelpunkt der Bestrebungen im Festnetz-Segment stehen. "Wir planen ein umfangreiches Programm zur Freistellung der Mitarbeiter mit Beamtenstatus zusätzlich zu einem Sozialplan für jene Mitarbeiter, die freiwillig das Unternehmen verlassen werden. Diese Maßnahmen werden zwar das Ergebnis im 4. Quartal 2008 beeinflussen, jedoch keine Auswirkungen auf die operative Performance und den Cash-Flow der Telekom Austria Group haben." (APA)

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