Dominikanische Republik: Toter bei Protesten gegen Stromkrise

12. November 2008, 06:30
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Land leidet unter einer anhaltenden Elektrizitätskrise

Santo Domingo - Bei gewaltsamen Protesten gegen die mangelhafte Stromversorgung ist in der Dominikanischen Republik ein Polizist getötet worden. Er sei bei einer Patrouille in Navarette 180 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santo Domingo erschossen worden, teilte die Polizei am Dienstag (Ortszeit) mit.

Menschen waren aus Protest gegen Stromausfälle, die bis zu 18 Stunden dauern, auf die Straße gegangen. Dabei kam es zu Schusswechseln mit der Polizei. In den vergangenen zwei Wochen lieferten sich Demonstranten auch in Santo Domingo und in der zweitgrößten Stadt des Landes, Santiago, heftige Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften. Dabei erlitten zwei Polizisten Schussverletzungen, fünf Demonstranten wurden festgenommen.

Die Dominikanische Republik leidet unter einer anhaltenden Elektrizitätskrise. Die Zentralregierung steht bei den Energieversorgern angeblich mit umgerechnet rund 320 Millionen Euro in der Kreide. Die Regierung hat nach eigenen Angaben Kredite beantragt, um ihre Schulden bezahlen zu können. (APA/AFP)

 

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