Caritasdirektor: Die Leute rennen uns die Tür ein, weil sie Hilfe brauchen

11. November 2008, 19:19
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Caritas-Direktor Küberl: "2009 wird ein hartes Jahr" - Auf die wachsende Armut in Österreich will die Caritas mit einem landesweiten "Lichtermeer" am Donnerstag hinweisen

Graz - "Die Leute rennen uns die Tür ein, weil sie Hilfe brauchen und allein nicht über die Runden kommen", so Caritas-Direktor Franz Küberl, beim Auftakt der Inlandskampagne "Glücksengel gegen Armut gesucht" am Dienstag in Graz. Heuer habe "der Ansturm Notleidender vor Weihnachten früher eingesetzt".

In ganz Österreich lebt mittlerweile rund eine Million Menschen an oder unter der Armutsgrenze. Betroffen sind viele Mindestpensionisten, Menschen, die einen Krankheitsfall in ihrer Kernfamilie haben, aber auch viele junge Menschen und Familien, die einfach die Basiskosten wie Miete, Energie und Schulkosten nicht mehr abdecken können.

Nachdem man 2008 einen Rückgang an Spenden in ganz Österreich verzeichnen konnte, wurde die "Spenden-Delle" nach einem Hilferuf Küberls im Oktober mittlerweile wieder ausgebessert.Küberl appellierte auch neuerlich an Land und Bund, das "bereits ausverhandelte Modell einer bedarfsorientierten Mindestsicherung endlich umzusetzen". Denn 2009 werde ein hartes Jahr werden. Am Sonntag sammelt die Caritas direkt in Kirchen, wer dort nicht hinkommt, kann auf das PSK-Konto 7700004, BLZ 60.000, eine Glücksengel-Spende einzahlen.  (APA/cms, DER STANDARD Printausgabe, 12.11.2008)

 

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