Neuer Visa-Antrag für Geschwister gestellt

11. November 2008, 19:16
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Schulkinder Albin und Albona sollen zur Mutter nach Österreich dürfen - Zuversicht trotz Erstablehnung

Linz/Prishtina - Der Fall Zogaj geht zum wiederholten Mal in eine neue Runde. Vergangenen Mittwoch hat der Vater der Familie, Devat Zogaj, an der österreichischen Botschaft in der kosovarischen Hauptstadt Prishtina einen weiteren Visumsantrag für die beiden minderjährigen Zogaj-Geschwister, Albin und Albona, gestellt. Devat Zogaj, der sich von Frau und Kindern getrennt, aber nach wie vor die Obsorge für die Kinder hat, war dazu eigens nach Prishtina gekommen.

Ein erster Visumsantrag für Albin und Albona war, wie berichtet, vor einem Monat von der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck aus formalen Gründen abgelehnt worden. Die zwei Schulkinder, die gemeinsam mit dem Vater in den Kosovo abgeschoben worden sind, leben hiermit schon seit fast 14 Monaten fern von ihrer Mutter Nurije, die nach dem Abtauchen ihrer Tochter Arigona zusammen mit dieser in Österreich bleiben durfte.

Christian Schörghuber, Zogaj-Vertrauter und Leiter der Volkshilfe OÖ, beurteilt die Chancen des zweiten Visumsantrags, dem ein Verzicht auf Rechtsmittel gegen die Ablehnung des ersten vorausging, als gut: Diesmal habe man "alle Formalkriterien erfüllt".

Auch der für Integrationsfragen in Oberösterreich mitzuständige Landesrat Josef Ackerl (SP) zeigt im Standard-Gespräch eine gewisse Zuversicht. Im Unterschied zu Visaantrag Nummer eins habe er diesmal vor, "der BH Vöcklabruck nicht nur die Weisung zu erteilen, mir die Visumsunterlagen zur Prüfung auszufolgen, sondern zusätzlich, dass dies vor der Entscheidung zu erfolgen hat". Im September habe er "den Akt nämlich erst zusammen mit der Ablehnung auf den Tisch bekommen ". (Irene Brickner, DER STANDARD Printausgabe, 12.11.2008)

 

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