Heimische Investmentfonds weiter ins Minus gerutscht

11. November 2008, 17:07
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Im Oktober wiesen 916 von 1.120 Fonds eine negative Einjahresperformance auf, die mittlere Performance liegt laut VÖIG-Statistik bei minus 21,23 Prozent

Wien  - Die internationale Finanzkrise hat mit ihren Börsenabstürzen im Oktober auch die Performance heimischer Investmentfonds drastisch in Mitleidenschaft gezogen. Eine Mehrheit der heimischen Fonds verbuchte im Oktober 2008 eine negative Einjahresperformance. Von den insgesamt 1.120 Fonds mit einer Historie von zumindest einem Jahr weisen in der Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) 916 eine negative Einjahresperformance auf. 203 Fonds verbuchten eine positive Einjahresperformance. Ein Fonds weist eine Performance von exakt null aus.

Im arithmetischen Mittel - also ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien - weisen die Fonds von Ende Oktober 2007 bis Ende Oktober 2008 eine durchschnittliche Performance von minus 21,23 Prozent aus. Im September lag das Performance-Minus noch bei 14,3 Prozent.

Das größte Performanceminus verbuchte im Oktober wie schon im Vormonat der "Tury China Equity" der CPB Kapitalanlage (minus 77,59 Prozent) gefolgt vom "ESPA Stock Europe-Emerging" der Erste Group-Fondstocher Sparinvest in der in US-Dollar begebenen Variante (minus 71,48 Prozent) und in der in slowakischen Kronen begebenen Variante (minus 71,29 Prozent). Die Performance von in Fremdwährung begebenen Fonds ist allerdings auch stark von der Währungsentwicklung abhängig und nur bedingt mit anderen Fonds vergleichbar.

Am besten abgeschnitten haben gemessen an der Einjahres-Performance im Oktober einige Anleihenfonds. Die ersten vier Performance-Plätze belegen dabei Anleihenfonds-Produkte der Sparinvest. Auf Platz eins liegt der "ESPA Bond Yen" (plus 31,17 Prozent), gefolgt vom "ESPA Bond Global-Alpha" (plus 26,54 Prozent) und vom in Euro begebenen "ESPA Bond Dollar" (plus 18,42 Prozent).

Gemessen an der Dreijahres-Sharpe-Ratio finden sich wie schon in den vergangenen Monaten vor allem Immobilienfonds auf den Spitzenplätzen. Die beste Sharpe-Ratio von 2,01 errechnet die VÖIG wie schon in den vergangenen Monaten für den "Constantia Real Estate" der CPB Immobilien Kapitalanlage GmbH. Die schwächsten Werte errechnen sich wie üblich für einige Geldmarktfonds. Die Sharpe-Ratio setzt die erzielte Performance in Relation zum eingegangenen Risiko und macht damit den Anlageerfolg von Fonds mit verschiedenen Veranlagungskategorien besser vergleichbar. Die über den risikofreien Zinssatz hinausgehende Performance wird dabei durch das Risikomaß Volatilität dividiert. (APA)

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