Mi: Kellerduell in Kapfenberg

11. November 2008, 16:10
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Steirer "Falken" wollen wieder treffen - Mattersburg-Trainer Lederer: "Kapfenberg hat mehr Druck"

Kapfenberg - Sowohl Kapfenberg als auch Mattersburg würde ein Sieg im direkten Duell der 17. Runde der Fußball-Bundesliga am Mittwoch (19.30 Uhr) nicht ungelegen kommen. Im Kampf der "Kellerkinder" und Tabellennachbarn (Neunter gegen Achter) geht es auch schon darum, sich eine gute Ausgangsposition für das Frühjahr zu verschaffen. Mit einem Sieg könnten die "Falken" punktemäßig zu den Burgenländern aufschließen.

Kapfenberg-Coach Werner Gregoritsch will vor der wichtigen Partie nichts von einem Entscheidungsspiel wissen. Auch nach dem 0:2 im Derby bei Sturm am vergangenen Samstag übte der 50-Jährige kaum Kritik an seinen Kickern. "Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hätte sich ein Unentschieden verdient," meinte Gregoritsch, dessen Offensive freilich aus dem letzten Loch pfeift. Die drei vergangenen Niederlagen en suite schlugen mit einem Torverhältnis von 3:11 zu Buche. Mit insgesamt 15 Saisontreffern sind die Steirer auch klares Schlusslicht hinter Altach (17) und Mattersburg (18).

"Kein Entscheidungsspiel"

Immerhin dürfen die Gastgeber gegen die Burgenländer aber mit Punkten spekulieren, schließlich haben sie acht ihrer insgesamt neun Zähler im heimischen Fekete-Stadion geholt - darunter auch die bisher einzigen Siege gegen Ried und Altach. "Wir haben sowieso gewusst, dass es in dieser Liga sehr schwer wird", meinte Kapfenberg-Präsident Erwin Fuchs, dem das Wort "Entscheidungsspiel" ebenfalls missfällt. "Das ist zu dieser Zeit der falsche Ausdruck. Nichtsdestotrotz verlange ich die entsprechende Einstellung und die notwendige Nervenstärke, die in dieser Liga notwendig sind", meinte der Funktionär. In der Winterpause wolle man zumindest "nicht Tabellenletzter sein, die Chance muss noch leben. Mir gibt auch Hoffnung, dass wir im Spätherbst in den vergangenen Saisonen immer ganz gut unterwegs waren."

Mattersburg erreichte zuletzt zwar zwei Unentschieden, landete aber den bisher letzten Auswärtssieg am 20. April 2008 in Innsbruck und ist bereits seit neun Runden ohne vollen Erfolg. Gelingt den Burgenländern neuerlich kein Dreipunkter, hätten sie ihren bisherigen Negativrekord (zehn Spiele ohne Sieg in der Saison 2003/04 - 0 Siege/3 Remis/7 Niederlagen) immerhin eingestellt. Coach Franz Lederer gab sich dennoch unaufgeregt. "Kapfenberg hat mehr Druck, hat ein Heimspiel und muss gewinnen", sagte der einstige "Co" von Gregoritsch. "Für uns ist die Ausgangslage ähnlich wie vor dem Spiel gegen Altach. Wenn wir einen Punkt machen, sind wir zufrieden. Man muss das realistisch sehen."

Die Offensiv-Probleme seien im Licht "der Gesamtsituation" zu sehen. "Wir müssen noch mehr Schmackes in die Bälle legen, uns noch mehr konzentrieren", forderte Lederer, der in der Steiermark wieder auf die zuletzt gesperrten Seidl und Pöllhuber zurückgreifen kann. Es laufe eben derzeit "nicht ganz rund". Auch ein Carsten Jancker werde wieder aus dem Leistungs-Tief emportauchen: "Im vergangenen Jahr hat er Tore gemacht, wo ganz Österreich zusammengezuckt hat, heuer ist das etwas anders - auch als er sich das vorgestellt hat." (APA)

KSV Superfund Kapfenberg - SV Mattersburg
(Franz-Fekete-Stadion, 19.30, SR Stuchlik). Kein Saisonergebnis 2007/08. 2008/09: 1:2 (a).

Kapfenberg: Susko - Osoinik, Fukal, Taboga, Milosevic - Zimmerman, Lienhart, Siegl, Erkinger, Sencar - Bernsteiner

Ersatz: Eisl - Stepanek,Hüttenbrenner, Liendl, Schönberger, Wieger, Iencsi, Kozelsky

Es fehlen: Rauscher, Akoto, Pejic, Schellander (alle verletzt)

Mattersburg: Bliem - Pauschenwein, Sedloski, Pöllhuber - Atan, Csizmadia, Seidl, Kovrig, Mörz - Naumoski, Jancker

Ersatz: Borenitsch - Rath, Lindner, Th. Wagner, Lösch, Mansberger, Salamon, Mravac, Lindström

Es fehlt: Schmidt (verletzt)

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