Als Polizist verkleidet und Visa verkauft: Prozess

11. November 2008, 14:48
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Ein Jahr unbedingt für 25-jährigen Schwindler

Einer fragwürdigen Art, zu Geld zu kommen, bediente sich ein 25-jähriger Arbeiter. Er verkleidete sich als Polizist, setzte sich in Lokale, die gern von Asylwerbern frequentiert werden, und brüstete sich mit seinen Kontakten zum Magistrat. Er könne gegen entsprechende Bezahlung Aufenthaltsbewilligungen beschaffen, selbst ein rechtskräftig abgeschlossenes Asylverfahren stehe dem nicht entgegen. Am Dienstag wurde der Mann im Wiener Straflandesgericht als Betrüger verurteilt. Ein Schöffensenat (Vorsitz: Andreas Böhm) verhängte über den einschlägig Vorbestraften ein Jahr unbedingte Haft. Die Strafe ist rechtskräftig.

Insgesamt 13.850 Euro hatte er im Sommer 2007 vier Männern als vermeintlicher Visa-Vermittler abgenommen. Der falsche Polizist erschien seinen Opfern insofern besonders glaubwürdig, als er stets in einer tadellos sitzenden Uniform auftrat. Vor Gericht "outete" er sich nun als Sammler, der vor allem auf die Dienstkleidung der Sondereinheiten Cobra und Wega "scharf" sei. (APA)

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