Sechs Ausstellungen im Künstlerhaus

11. November 2008, 13:12
posten

Zu bereits laufenden kommen Ausstellungen von Erich Lessing und Didi Sattmann sowie die Gruppenschau "Traces" dazu

Wien - Mit insgesamt sechs Ausstellungen präsentiert sich das Künstlerhaus als eines der Zentren des Wiener Beitrages zum Europäischen Monat der Fotografie. "Dabei zeigen wir die ganze Spannweite, die die zeitgenössische Fotografie repräsentiert", sagte Künstlerhaus-Generalsekretär Peter Bogner. Zu den bereits laufenden Präsentationen von Markus Krottendorfer, Marianne Greber und Robert Zahornicky kommen Ausstellungen von Erich Lessing, Didi Sattmann sowie die Gruppenschau "Traces" dazu, die Mittwochbend im Stundentakt eröffnet werden.

Sattmann und Lessing

Mit dem Künstlerfotografen Didi Sattmann (Jahrgang 1951) und dem Doyen der heimischen Reportagefotografie Erich Lessing sind im Erdgeschoß des Künstlerhauses zwei bekannte österreichische Fotografie-Positionen in kursorischen Überblicken vertreten. Viele bekannte Gesichter der Kunstszene begegnen einem in den Fotos von Sattmann, der die meisten Künstler über Jahre begleitet und dabei in unnachahmlicher Weise die Spannung zwischen Privatheit und öffentlicher Funktion festzuhalten versteht. "Heute fotografiert mich der Didi", hat Peter Turrini einen gemeinsamen Fototermin mit seiner Schreibmaschine notiert, und handschriftlich ergänzt: "und das macht mir Freude". "Künstler / Freunde" heißt Sattmanns Schau, zu der auch ein Katalog erschienen ist.

Die Ausstellung "Unterwegs" zu Lessing zeigt einen Überblick über sein fotografisches Schaffen der vergangenen 65 Jahre, vom großen Staatsvertrags-Foto und der Dokumentation historischer politischer Momente bis zu den bewegenden Gesellschaftsreportagen aus vielen Ländern. Ein Raum ist seinen farbigen Bilderzählungen zu großen Wissenschaftern und Künstlern der Geschichte gewidmet, von Kepler und Kopernikus bis zu Bruckner und Schubert.

Gruppenschau

Im Hauptraum haben die Kuratorinnen Brigitte Konyen und Angela Schwank unter dem Titel "Traces" eine Gruppenausstellung über Fotografie als Anknüpfungspunkt persönlicher Erinnerung zusammengestellt, zu der ebenfalls ein eigener Katalog erhältlich ist. Über zwei Dutzend Künstler beschäftigen sich in sehr unterschiedlichen Ansätzen mit der Spannung zwischen privater Spurensicherung und den Mechanismen des kollektiven Gedächtnisses. "Es sind viele kleine, feine, persönliche Arbeiten", sagte Kuratorin Konyen, nur Antworten dürfe man sich keine erwarten: "Eigentlich ist es bei den Fragen geblieben."

In der passagegalerie des Künstlerhauses zeigt Markus Krottendorfer bereits seit Ende Oktober eine Diashow über den Gebrauchtwagenmarkt der georgischen Hauptstadt Tiflis, in der k/haus galerie läuft bis 30. November noch die Ausstellung "Sou Glamour", in der sich Marianne Greber mit der Lebenssituation brasilianischer Transvestiten beschäftigt. Ihren Dokumentarfilm "Vom Leben dazwischen - Das dritte Geschlecht von Rio" zeigt ORF 2 am Sonntag, 16.11., um 23 Uhr. Und in der kinogalerie schließlich ist Robert Zahornickys "Garten der Erinnerung" zu sehen. Gezeigt werden Arbeiten, die in den botanischen Garten von Brooklyn, Kiew, Paris, Berlin, Wien und Madrid entstanden sind. (APA)

 

Share if you care.