Haftstrafe: Spanische Jugendliche steckten Bettlerin in Brand

11. November 2008, 12:40
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Bettlerin starb 24 Stunden nach Überfall an ihren Verbrennungen - Gericht verurteilte Straftäter zu 17 Jahren Haft

Die zwei Spanier wollten am 16. Dezember 2005 angeblich nur einen Spaß machen. Nach einer Beisltour entdeckten sie in einem Bankeingang eine obdachlose Bettlerin, die vor dem Geldautomaten schlief. Die beiden damals 18-Jährigen wollten die Frau ein wenig ärgern und erschrecken, "weil sie so stank", erklärten die Jugendlichen am Dienstag vor Gericht. Doch es blieb nicht bei den Schlägen, wie die Sicherheitskamera der Bank bewies.

Nachdem sie minutenlang auf die Bettlerin eingedroschen hatten, verschwanden die Angreifer für eine halbe Stunde und kamen zusammen mit einem damals erst 16-jährigen Freund und einem 25-Liter-Kanister mit Lösungsmittel zurück. Kaltblütig steckten sie die Frau in Brand. Rosario Endrinal starb 24 Stunden später an ihren schweren Verbrennungen, die knapp 70 Prozent ihres Körpers bedeckten.

Die beiden 18-jährigen Straftäter wurden am Dienstag wegen Mordes und Sachbeschädigung zu 17 Jahren Haft verurteilt. Der damals noch minderjährige Bub erhielt bereits eine Jugendhaftstrafe von acht Jahren. Zudem müssen die Jugendlichen die Mutter und die Tochter der Verstorbenen mit 46.000 Euro sowie die Bank mit 26.179 Euro entschädigen. Die Richter unterstrichen in der Urteilsbegründung die Kaltblütigkeit, mit der die Jugendlichen die Tat planten, indem sie in den Morgenstunden eigens den Kanister mit Lösungsmittel suchten, um die Bettlerin in Brand zu stecken. (APA)

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