Epamedia setzt auf Rumänien als Schlüsselmarkt

11. November 2008, 12:22
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Verhandlungen über Zukäufe in Albanien - Knapp zwei Drittel des Umsatzes stammen aus Osteuropa

Der österreichische Außenwerber Epamedia, der heuer seine bereits 20-jährige Präsenz in Osteuropa feiert, will auch im kommenden Jahr vor allem organisch wachsen und setzt dabei stark auf Rumänien. "Rumänien ist für uns ein Schlüsselmarkt", erklärte Epamedia-Chef Heinrich Schuster am Dienstag laut Mitteilung. "Wir erwarten, dass sich unser Umsatz dort innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre verdoppeln und bei etwa 50 Millionen Euro liegen wird. Diese Entwicklung soll sich auch im Ergebnis niederschlagen", sagte Schuster.

Rumänien ist eines jener Länder, die am stärksten zum Umsatz der Epamedia-Gruppe beitragen. Der wichtigste Auslandsmarkt ist Ungarn. Insgesamt ist Epamedia in zwölf Ländern vertreten und plant derzeit den Einstieg in Albanien, wo man über den Erwerb der zwei größten Außenwerber Metro und The Point verhandelt. Mit dem Kauf würde Epamedia Marktführer und zum größten Werbeflächenanbieter des Landes. Die Akquisition brächte zudem Synergien mit Mazedonien und interessante Perspektiven für einen Einstieg im Kosovo, heißt es.

1988 nach Ungarn

Ihren ersten Schritt ins östliche Ausland wagte die Europäische Plakat- und Außenmedien GmbH 1988 und expandierte zuerst nach Ungarn. Zwei Jahre danach erfolgte der Markteintritt in der Slowakei mit der Gründung der "akzent media". Dann folgten Tschechien mit "outdoor akzent" sowie Polen. Zuletzt erfolgte vor einem Jahr der Einstieg in Moldawien.

Mittlerweile hat Epamedia elf Ost-Töchter (Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Moldawien, Polen, Slowakei, Tschechische Republik, Slowenien) und beschäftigt knapp 600 Mitarbeiter.

"2007 wurden von insgesamt 133,1 Mio. Euro Umsatz 56,4 Prozent im Ausland erwirtschaftet", sagte Schuster. Heuer wird dieser Anteil am Umsatzkuchen bereits auf 64,3 Prozent steigen und 2009 auf 66,4 Prozent.

Weitere große Akquisitionen sind im kommenden Jahr nicht vorgesehen. "2009 setzen wir vor allem auf organisches Wachstum", erklärt Schuster.

"Ich gehe davon aus, dass sich das Wachstum im Osten nicht mehr so steil nach oben entwickelt, wie in den vergangenen Jahren. Doch das Wachstum wird aufgrund des Nachholbedarfes deutlich über dem westeuropäischen Niveau liegen - und noch immer beachtlich sein", kommentiert Schuster die derzeitige Situation für Außenwerbung in Osteuropa. (APA)

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