Call of Duty: Auf in neue Sphären

11. November 2008, 13:04
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Im kommenden "CoD: World at War" fackeln die EntwicklerInnen ein Feuerwerk an Action und Realität ab - Ganz nach dem Motto: Die Realität ist brutal

Am 14. November bringen die EntwicklerInnen von Treyarch und Publisher Activision den letzten Teil der erfolgreichen Call of Duty-Serie - zumindest jene die im Zweiten Weltkreig angesiedelt sein wird, in den Handel. Die äußerst realistische Simulation des Zweiten Weltkriegs wird noch brutaler, aber auch besser. In einem Interview mit Gamasutra spricht Activisions Senior Producer Noah R. Heller ausführlich über das Spiel.

Im Mittelpunkt: der Flammenwerfer

Auf die Frage welche Verbesserungen oder Innovationen es in "Call of Duty: World at War" gibt, meint Heller: "Wahrscheinlich die größten Innovationen gab es rund um den Flammenwerfer. Wir haben ein echt gutes Feuersystem von Grund auf neu gebaut. Es kann einige interessante, auch ortsabhängige Dinge."

Die Realität ist brutal

Eine wesentliche "Verbesserung" ist die Realitätsnähe, so Heller. "Es gibt eine Menge Flammenwerfer da draußen. Wir haben viel Zeit investiert, um mit der Armee zu reden und auch mit jenen die Flammenwerfer entwickelt haben. Ich kann nicht über Flammenwerfer in anderen Spielen reden, die nicht auf der Realität basieren, unserer tut das." Diese Realität schlägt sich natürlich nicht nur in der Handhabung des Kriegsgerätes nieder, auch die Schäden, die erzielt werden können, sind sehr nahe an der Realität. "Ich würde sagen unser Flammenwerfer ist "fucking awesome". Die SpielerInnen können das Fleisch verbrennen sehen. Wir haben dieses wirklich coole Prozedere eingeführt, wo man zuerst die Uniform wegbrennen sieht und dann das Fleisch. Wir wollten sehr brutal und realistisch sein."

Diskussionen vorprogrammiert

Schon in der Vergangenheit war Call of Duty oft diskutiert worden, mit dieser Ankündigung sind Diskussionen rund um Gewalt in Spielen wieder vorprogrammiert. Wie weit die Realität in Computerspielen abgebildet werden sollte und ob man Krieg überhaupt anders darstellen kann, werden sicherlich in nächster Zeit aufkeimen.

Klevere Gegner

Enorme Arbeit steckt auch wieder in der eingesetzten Spiele-Engine, die sicherlich auch in Zukunft noch in einigen Spielen zur Anwendung kommen wird. So setzt ja etwa das neue 007-Spiel auf diese Engine. Mit der erstmaligen Einführung der japanischen Armee ergeben sich auch neue Möglichkeiten und Anforderungen. "Sie sind noch aggressiver. Können auf Bäume klettern, im Dickicht verstecken, aus Erdlöchern springen und im Hinterhalt auf die SpielerInnen warten. Außerdem ist ihnen das eigene Leben nicht so wichtig, was sich auch im Spiel auswirkt. Wir haben es auch geschafft, dass die Single-Player-Missionen im Kooperativ-Modus gespielt werden können. Dies hat großer Anforderungen an die Leveldesigner gestellt. Die Level mussten größer werden und alternative Lösungsmöglichkeiten bieten."

Bessere Fahrzeuge

Auch im Bereich der Fahrzeuge gab es einige Verbesserungen. Vor allem im MehrspielerInnen-Modus sind nun auch zahlreiche Fahrzeuge zu finden, die möglichst viel Realismus bieten sollen. "Wir wollten nicht mit Fahrzeugen herumhantieren, die dann nicht funktionieren oder nur sehr eingeschränkt. So haben wir die Panzer mit einer eigenen Panzerung ausgestattet. Die SpielerInnen können Teile der Panzerung zerstören und so die Panzer lahmlegen.

Das Kriegsende

Egal wie man zu den Weltkriegs-Shootern steht, fest steht, dass nun eine Ära zu ende gehen wird. Die Call of Duty-Serie hat ihr Finale erreicht und damit ist nun vielleicht auch endlich Schluss mit diesem Feld an Spielen. Viele Mitbewerber haben versucht mit CoD mitzuhalten und haben es nicht geschafft. Nun ist der Krieg aus und neue Schlachtfelder müssen gesucht werden.(red)

  • Brutal, und effektiv: der Flammenwerfer in Call of Duty World at War.
    screenshot: activision

    Brutal, und effektiv: der Flammenwerfer in Call of Duty World at War.

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